Brühl

Wassersportverein Paddler erleben Vielfalt am Bodensee / Bei Jubiläum eines befreundeten Vereins

Touren mit Blitz und Donner

Brühl.Eine mehrtägige Wandertour unternahmen die Paddler des Wassersportvereins. Auf dem Programm stand ein Besuch beim befreundeten Kanuclub Singen am Bodensee – passend zum dortigen Vereinsjubiläum mit Festprogramm und Bootstestival der Singener. Diese Konstellation war so verlockend, dass sich die Rekordzahl von 30 Brühler Kanuten auf den Weg in den Süden machte.

Zelte, Hänger und Busse wurden im Laufe des Anreisetages auf dem vereinseigenen Campingplatz direkt am Ufer des Bodensees platziert, um die anstehende schöne Zeit mit einem gemeinsamen Grillen zünftig zu eröffnen. Perfekt organisiert stellte Wanderwart Kurt Weber die Touren der kommenden drei Paddeltage vor.

Eröffnet wurde mit einer Tour entlang des Ufers am Obersee. Steile Felswände, dichter Wald am Ufer und die Abgründe am Teufelstisch im Wasser ließen die Paddler staunend auf- und abblicken. Dass sich das Wetter verschlechterte und Nieselregen einsetzte, tat der Stimmung keinen Abbruch. So wurde auch die Mittagspause munter beim Italiener im Freien verbracht, während es in die Getränke regnete. Es ist letztendlich alles eine Frage der richtigen Kleidung. Und Paddler sind ja bekanntlich wetterfest.

Glasklares Wasser am Hochrhein

Am Tag darauf startete der Höhpunkt der Tour: die Fahrt an wunderschöner Landschaft auf dem glasklaren Wasser des Hochrheines vorbei, an Stein am Rhein bis nach Schaffhausen. Die Strömung war etwas flotter als am heimischen Oberrhein und das Paddeln fiel leicht. Ab und an zog die Gruppe an Schwimmern vorbei, die sich rheinabwärts treiben ließen.

Nach einer ausgiebigen Rast an einem Strandbad kam auch schon bald das Ziel in Sicht. Die Boote wurden auf die am Rande der Strecke geparkten Autos geladen und zurück auf den Zeltplatz gebracht.

Zudem führte eine Tour auf die Insel Reichenau zu „Georgs Fischerhütte“ und seinen leckeren Gerichten. Die Insel ist vom Ufer des Bodensees aus gut zu sehen, kommt aber beim Paddeln gefühlt nicht näher. Der Durchhaltewillen wurde mit feinstem Fisch belohnt und der Aufbruch nach Hause erfolgte zügig wegen eines angekündigten Gewitters. Das Tempo wurde merklich verschärft, da keiner von den Brühler Rheinpaddlern auf einer großen Wasserfläche von Blitzen überrascht werden wollte.

Etwas außer Atem sind alle gut angekommen und das drohende Gewitter hatte es sich doch anders überlegt und war woandershin gezogen. So konnten die Nachmittags- und Abendstunden ganz dem Vereinsfest auf dem Gelände gewidmet werden. Ein Bootstestival bot den Paddlern die Möglichkeit, viele verschiedene Bootstypen auszuprobieren, die im Brühler Verein nicht so häufig anzutreffen sind. Auf und unter Wasser wurde getestet, gerollt und gekentert – ganz nach Lust und Laune.

Feiern direkt am Ufer

Als die Bands zu spielen begannen, waren alle Paddler wieder trocken und von den angebotenen Speisen gestärkt. Die Musik war gut und schon bald war eine schöne Feier in vollem Gange, die sich bis spät in die Nacht hinzog. So schlief der ein oder andere am Abreisetag doch länger, so dass Abbau und Heimreise etwas später erfolgten.

Angesichts der tollen Gemeinschaft und guten Stimmung waren alle, die an den Bodensee mit gefahren waren froh, dabei gewesen zu sein. rs

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