Brühl

Initiative „Hilfe – direkt“ will in Zeiten von Corona eine Vermittlungsplattform für Unterstützung sein / Aktion der Ökumene

Trotz Abstand näher zusammenrücken

Brühl.„Wir halten Abstand – rücken aber näher zusammen“, lautet das Motto der Initiative „Hilfe – direkt“ der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. Dabei geht es um die ehrenamtliche Unterstützung von Menschen, die in der aktuellen Krisensituation besondere Hilfe benötigen.

Die momentane Situation, die sich jedoch noch eine lange Zeit hinziehen könne, erfordere besonderes Handeln, betonen die Aktiven der ökumenischen Initiative. Viele Menschen in der Gemeinde benötigten besonderen Schutz vor dem Coronavirus und sollen das Haus deshalb nicht mehr verlassen.

Gleichzeitig hätten sich bei den Kirchengemeinden potenzielle Helfer gemeldet, die die Versorgung dieser Personengruppe aufrechterhalten wollen. Diese beiden Gruppen sollen über „Hilfe – direkt“ zueinander gebracht werden.

„Wir von ,Hilfe – direkt’“ haben es uns zur Aufgabe gemacht, für diese Menschen Einkäufe zu erledigen, auch das Besorgen von Rezepten und Medikamenten oder den Wunsch nach einem Gespräch am Telefon für sie kostenlos zu organisieren“, erklären die beiden Ansprechpartner Fabian Frank von der katholischen Kirchengemeinde und Anne Arend-Schulten im Auftrag der evangelischen Kirchengemeinde.

Genauer Ablauf

Der Einkauf soll so ablaufen, dass die Hilfesuchenden der Initiative ihre Kontaktdaten mit ihren Wünschen übermitteln. Durch diese erste Wunschliste soll es möglich sein, abzuschätzen, ob der Helfende zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein kann oder mit dem Auto fahren muss. Die Initiative gibt dann dem Helfer die Adresse der zu unterstützenden Person weiter und kündigt den Helfer auch mit dessen Namen übers Telefon an.

Sicherheitsregeln beachten

Der Helfer werde sich dann mit seinem Namen bei der hilfesuchenden Person anmelden, nimmt dort an der Haus- beziehungsweise Wohnungstür eine Einkaufstasche zusammen mit Einkaufsliste und Geld in einem Umschlag entgegen. Auf dem Umschlag sollen Namen, Adresse und Telefonnummer vermerkt sein.

Nach dem Einkauf stellt der Helfer die Einkaufe mit Wechselgeld im Umschlag wieder vor die Tür. Bei diesen Aktionen müssen alle beachten, dass der Sicherheitsabstand gewahrt wird und die Hände nach Übernahme des Einkaufs gründlich gereinigt werden.

Für Gespräche am Telefon ruft die Hilfesuchenden nach Absprache ein Helfer zuhause an. „Wenn Sie Bedarf für das eine oder andere haben, melden Sie sich bitte bei uns“, rufen Frank und Arend-Schulten auf.

Aber die Initiative sucht auch noch Unterstützer. Diejenigen, die ehrenamtlich helfen wollen, können ebenfalls telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit den Verantwortlichen der Initiative aufnehmen. zg/ras

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