Brühl

Pfarrgemeinderatssitzung Mitglieder ziehen Lehren aus den vergangenen Veranstaltungen / Meinungen zu Gebietsumlegungen werden entgegengenommen

Überschuss von 58 000 Euro fließt in notwendige Rückstellungen

Archivartikel

Brühl/Ketsch.„Was für ein Vertrauen“: Gedanken zu dieser Losung des evangelischen Kirchentages in Dortmund hatte Simone Drescher für den geistlichen Impuls zum Einstieg in die Sitzung vor den Sommerferien der katholischen Pfarrgemeinderäte Brühl-Ketsch gewählt. So vieles steckt in diesem Satz: Ehrliches Vertrauen, Erstaunen, Bewunderung, Demut, mit hohem, aktuellem Potenzial, heißt es in einer Pressemitteilung.

Beleuchten wollte Pfarrer Erwin Bertsch das Fronleichnamsfest, den Hungermarsch und das große Pfarrfest „Rund um den Kirchturm“ in Brühl, um Lehren daraus zu ziehen. Der Hungermarsch in Ketsch hatte unter der Sommerhitze ebenso zu leiden wie unter Parallelveranstaltungen – hier sei die Verabschiedung von Pfarrer Böser in Schwetzingen vorrangig benannt. Grundsätzlich gilt es, daraus Lehren zu ziehen für die Hungermarsch-Termine in den kommenden Jahren. Das Missionsteam Ketsch will seine Gedanken dazu Ende September im „Hungermarsch-Kreis“ besprechen. Das Pfarrfest in Brühl war ein Erfolg mit hohen Besucherzahlen. Der terminliche Rhythmus – Anfang Juli mit Sonntag und Montag – werde beibehalten.

Ein positives Rechnungsergebnis zum 31. Dezember 2018 durfte Pfarrer Bertsch den Räten verkünden. Der Überschuss von nahezu 58 000 Euro fließt in Rückstellungen – je 50 Prozent zur Bausubstanzerhaltung und allgemeinen Rücklagen, die zu bilden sind. Die dauerhafte Vermietung der Räume im Kellergeschoß des Pfarrzentrums Brühl an die politische Gemeinde ist geklärt. Die Nutzung ist vornehmlich als Proberäume für die Bläserakademie vorgesehen. Der Wahlvorstand für die Pfarrgemeinderatswahl im März muss bis Ende September gebildet werden. Wahlvorschläge zu neuen Kandidaten werden gerne angenommen, die Werbung läuft und muss nach den Sommerferien in den Fokus rücken.

Zusammenschluss im Dekanat?

Die jetzigen Kirchengemeinden müssen sich neuen Gebietsumlegungen stellen, die ab 2025 greifen werden und 2030 abgeschlossen sein sollen. Aktuell gibt es zwei Varianten für die Kirchengemeinde Brühl-Ketsch. Der Zusammenschluss im Dekanat Wiesloch als eine große „Pfarrei“, alternativ wäre auch die Bildung von zwei Pfarreien im Dekanat denkbar. Meinungen dazu werden gerne angenommen und sollen 2021 ausgewertet werden. Der Pfarrgemeinderat wird sich daran beteiligen.

Pfarrer Bertsch kam nicht umhin, kritische Worte zu äußern – zukünftiges Umdenken dürfe nicht nur von den Gemeindemitgliedern gefordert werden, sondern sei auch in Beteiligung von „Kirche“ dringend erforderlich. Einmal im Monat finden übrigens After-Work-Gottesdienste in ökumenischer Verbundenheit statt, als offenes Angebot, um sich nach der Arbeit oder dem Tag eine Auszeit zu nehmen. Dr. Oliver Brinkmann lud zu diesen im Freien stattfindenden Andachten ein. mf/zg

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