Brühl

Ferienprogramm Mit der Grünen Liste geht’s ins Zentrum für globales Lernen / Quietscheente kritisiert den Müll im Meer

Umweltdetektive ermitteln im Ozean

Archivartikel

Brühl.Gemeinsam mit dem Quietscheentchen „Quack“ begaben sich die sechs- bis zehnjährigen Jungen und Mädchen beim Ferienprogramm der Grünen Liste (GLB) auf eine spannende Expedition durch die Weltmeere. Doch es ging nicht um die Suche nach dem Idyll, denn die Ozeane sind inzwischen die dreckigsten Orte der Welt. Jährlich überfluten rund zehn Millionen Tonnen Plastikmüll die Weltmeere und die können nicht einfach wieder herausgefischt werden. Beim Ferienprogramm bekamen die Jungen und Mädchen die Möglichkeit, als Umweltdetektive ihr Wissen zum Thema Plastikmüll und die Meeresverschmutzung zu erweitern.

Begleitet wurden die jungen Öko-Ermittler von den Betreuern Gunda Richter, Eva Kolodziej-Kress, Gisela Dudaszek und Beate Tilch-Frank, die auch für die Organisation des Ausflugs zuständig war.

Mit dem Bus ging die Fahrt in das Zentrum für globales Lernen in Mannheim-Käfertal. Dies ist eine Einrichtung, die unter der Trägerschaft des Eine-Welt-Forums Informationsveranstaltungen rund um das Thema der globalen Gerechtigkeit anbietet. „Gerade für junge Menschen ist es wichtig, die Problematiken unserer Zeit zu sehen und Ideen zu entwickeln, die einen Ausweg aus der Krise anbieten“, erklärt Tilch-Frank. Dazu setzten sich die Kinder – angeleitet durch Referentin Vanessa Elges – spielerisch mit dem Thema auseinander. Der ernste Hintergrund wurde allerdings nicht vergessen.

So begegneten die Jungen und Mädchen dem Qietscheentchen „Quack“. Das Plastiktierchen aus chinesischer Produktion geht im Ozean verloren, als das Containerschiff, mit dem es zusammen mit vielen Artgenossen in Europa ausgeliefert werden sollte, untergeht. Auf ihrer Reise von Asien nach Europa lernt „Quack“ viele Meerestiere kennen, etwa den Wal „Beluga“ oder den Fisch „Fischi“. Sie berichten dem Quietscheentchen und damit den Kindern von ihren täglichen Problemen mit Plastikmüll. Sei es, dass sie sich darin verfangen, aber auch, dass sie Plastikmüll fressen und dann unter den Folgen leiden.

Alternativen gefunden

Nach der Erarbeitung der Problemstellung wurden dann in Kleingruppen spielerisch Lösungen für diese Themen gesucht. Die Kinder fanden kreativ Lösungen, wie man insgesamt Müll vermeiden kann. Natürlich ging es dann auch darum, welche Alternativen zu Plastikprodukten es gibt. Dabei wurde auch besprochen, wie dieser Plastikmüll in Binnengewässern, Meeren und Ozeanen landet. So erkannten, die jungen Umweltdetektive, wie sie selbst im Alltag etwas gegen den Müll unternehmen können, um „Beluga“, „Fischi“ und ihren Artgenossen helfen können.

Mit vielen Spielen und kniffeligen Quizaufgaben verging die Zeit im Zentrum für globales Lernen wie im Flug. Es wurde viel gelacht und die Gruppe ließ sich von den Betreuerinnen gut motivieren. Fröhlich und mit guten Ideen ausgestattet, gingen die Kinder dann nach Hause. zg/ras

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