Brühl

Lesetipp „Sieben Richtige“ von Volker Jarck überzeugt das Duett

Unaufgeregt und realistisch

Archivartikel

Brühl.„Man kann es einfach nicht mehr aus der Hand legen“, gerät Barbara Hennl-Goll, die zusammen mit Dagmar Krebaum das Literarische Duett von Brühl bildet, ins Schwärmen. Derart begeistert ist sie von „Sieben Richtige“, dem erst vor wenigen Tagen erschienenen Buch des Autors Volker Jarck.

„Das Erstlingswerk des 1974 geborenen Lektors Jarck darf man getrost als gelungen bezeichnen“, erklärt sie. Jarck mag schöne Sätze in guten Büchern. Er hat im Buchhandel gejobbt, in Bochum Literatur studiert und Theater gespielt. In Frankfurt am Main und Berlin hat er bei großen Buchverlagen als Lektor und Programmleiter gearbeitet.

Zehn Lebensläufe verbunden

Dem Autoren des Debütromans sei auf Anhieb ein mitreißendes Geschichtenbuch geglückt. Viele, genauer gesagt, zehn Lebensläufe, die untrennbar miteinander verflochten sind, werden unaufgeregt und sehr realistisch erzählt. „So, wie halt das Leben manchmal spielt“, meint Hennl-Goll. Es ist eine Geschichte davon, dass manche Umwege des Schicksals erst am Ende ihren Sinn ergeben. Die Geschichte fängt mit dem Unfall der kleinen Greta an.

Nach und nach werden weitere Figuren vorgestellt, deren Schicksale enger miteinander verwoben sind, als man dies zunächst ahnt. Und alle Lebensgeschichten haben offensichtlich genauso verlaufen müssen, wie sie verlaufen sind, um zu dem gemeinsamen Berührungspunkt zu gelangen – Charlie.

Und der Leser lernt ihre Mutter Kathy, die Jahre nach der Genesung ihrer Tochter unter immerwährenden Panikattacken leidet, näher kennen. Dazu gesellt sich der Deutschlehrer Victor Faber, der in seinem Leistungskurs Scrabbleturniere veranstaltet und benotet. Man begegnet in dem Buch seinem Sohn Nick, der als Baseballprofi in den Vereinigten Staaten lebt.

Miteinander verknüpfte Leben

Die unterschiedlichen Geschichten kreuzen sich immer wieder, Personen werden miteinander verknüpft, scheinbar unabhängige Geschehnisse haben dennoch Einfluss auf die restlichen Protagonisten.

Die Charaktere sind laut dem Literarischen Duett so lebensecht gezeichnet, dass man nicht verwundert wäre, wenn man sie am nächsten Tag plötzlich auf der Straße treffen würde. „Dieser Roman lässt einen nicht mehr los und am Ende – das ist das Schöne daran – legt man ihn zufrieden aus der Hand“, meint Barbara Hennl-Goll. zg/ras

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