Brühl

Feuerwehreinsatz Angeblicher Brand in der Ketscher Straße

Unbekannte geben Fehlalarm

Archivartikel

Brühl.Als hätten sie nicht schon genug zu tun, um den Einwohnern von Brühl sieben Tage die Woche rund um die Uhr Sicherheit zu bieten. Nun wurden die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr auch noch bewusst zu einem Fehlalarm zu nachtschlafender Zeit gerufen. Am Sonntag um 1.31 Uhr wurde den Einsatzkräften eine Rauchentwicklung in der Ketscher Straße gemeldet.

Sofort eilten die Frauen und Männer zur Feuerwache. Das erste Fahrzeug rückte drei Minuten nach dem Alarm aus, zwei weitere folgten im kurzen Abstand. Aber am vermeintlichen Brandort trafen sie alles Mögliche an – nur kein Feuer. Vor Ort konnte weit und breit keinen Rauch festgestellt werden.

Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Anruf aus einer Telefonzelle getätigt wurde, die weiter entfernt vom angegeben Einsatzort lag.

Die Feuerwehr definiert einen Fehlalarm als „Meldung über einen Notfall, obwohl kein Notfall vorliegt“, zu dem die Feuerwehr aber dennoch ausrückt. Es gibt verschiedene Arten von Fehlalarmen: Das reicht vom „Fehlalarm in gutem Glauben“, also einem irrtümlich abgegebenen Notruf, wenn jemand meint, ein verdächtiges Ereignis gesehen zu haben, bis zum „böswilligen Feueralarm“. Er kann für den Alarmierenden nicht nur rechtliche Konsequenzen haben, sondern auch richtig teuer werden.

Nachdem der Bereich um die Telefonzelle und die angrenzenden Wiesen abgesucht worden waren, musste die Einsatzleitung am Sonntag von einer böswilligen Alarmierung ausgehen. Die 20 Einsatzkräfte rückten wieder ab. cb/ras

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