Brühl

Darter mit Herz 1000 Euro für die Jugendarbeit der Karnevalisten

Unterstützung ist ein Treffer ins rote Auge des Bullen

Archivartikel

Ketsch.Im Pub „Zum Gaul“ wird Dart gespielt, genauer Elektro-Dart – und das bis auf Bundesliga-Ebene. Dart ist eine Präzisionssportart, bei der mit Pfeilen, den Darts, auf eine runde Scheibe geworfen wird. Der Volltreffer landet im roten Auge des Bullen, wie das Zentrum heißt. Aber für die „Darter mit Herz“ ist Dart mehr als ein Spiel, es ist immer auch ein passender Anlass, Gutes zu tun.

Zehnmal haben die Darter bisher Spenden an gemeinnützige Institutionen speziell für die Arbeit mit Kindern verteilt. Just zum 20. Jubiläum des Pubs gab es einen Geldsegen von 1000 Euro für die Kurpfälzer Carnevalgesellschaft (KCG), die zurzeit 50 Mitglieder zählt und nun eine Jugendabteilung gründen möchte.

„Wir stehen mit den Kindergärten und den Schulen in Kontakt“, erklärt KCG-Vorsitzender Thomas Kahmann. Es sollen sich fünf- bis Zehnjährige angesprochen fühlen. In der Rheinhalle soll ab September, immer dienstags ab 17 Uhr, trainiert werden – genauere Daten konnte der Fasnachter jedoch noch nicht nennen. „Wir stecken da noch in den Kinderschuhen“, stellt er fest.

Mit der Spende der Darter habe man jedoch einen guten Grundstock für den Beginn. Eine Zunftgruppe soll es werden. „Das Häs‘ in den Farben unserer Gemeinde – Blau und Gelb – in Schindeloptik wird noch entworfen“, beschreibt er das Outfit, das die Gruppe bei Umzügen und Veranstaltungen tragen soll. Zum Pub-Jubiläum gratulierte Helena Moser in Vertretung für den Bürgermeister. „Eine Einrichtung, in der der Dartsport Zuhause ist“, lobte sie die etwas andere Lokalität.

Pub-Wirt Peter Pister und seine Frau Marie bieten den Sportlern seit zwei Jahrzehnten ein Domizil. Pister kam auf die Idee eine Dart-Kneipe aufzumachen, weil er vor 21 Jahren in der Gastronomie gejobbt hatte – als dann das Ecklokal frei wurde, wurde die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen, realisiert.

Weil die Darter, zu der auch der Wirt gehört, die Automaten nicht mit Münzen füttern müssen, legen sie pro Spiel zwei Euro in eine Kasse. Deren Inhalt kommt dann der Jugend zugutekommen. Der Karnevalclub gehört nach Kindergärten, dem DLRG, dem Schachclub und weiteren als jüngstes Mitglied in den erlauchten Kreis glücklicher Empfänger an.

„Dart spielen kann man von jung bis älter“, erklärt Pister – der älteste Mit-Darter im Club ist 76 Jahre alt. Sechs Mannschaften stellt der Club und fliegt im April zur Meisterschaft der National Dart Association (NDA) nach Las Vegas. „Vorher verteidigen wir die deutsche Meisterschaft“, ist Pister siegessicher. Für die künftige Kindergruppe des KCG sind die Darter allemal ein Gewinn. zesa

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional