Brühl

Villa Meixner Kabarettist Stefan Reusch präsentiert seinen satirischen Rückblick / Themen beweisen große Bandbreite

Verbaler Superheld rettet das Jahr und die ganze Welt

Brühl.Der Kabarettist Stefan Reusch ist der Meister des gepflegten Wortspiels und bringt zusammen, was zusammen gehört. Und meistens auch das, was auf den ersten Blick gar nicht so richtig zusammengehört, auf den zweiten Blick aber ganz großartig zusammen passt. Und so tritt er wieder an, um das ausklingende Jahr zu retten. Der SWR-3-Wochenrückblicker gastiert an diesem Donnerstag, 5. Dezember, ab 20 Uhr, mit seinem satirischen Jahresrückblick in der Villa Meixner.

Aus seiner Sicht sieht es nicht so gut aus auf der Welt. Europa humpelt, Merkel stolpert, das Barometer fällt. Für Reusch ein buntes Treiben, aber kein schönes buntes Treiben: der braune Osten, die gelben Westen und dann auch noch die bleichen Briten. Reusch zeigt beim Weltretten eine thematische und mimische Bandbreite, die ihresgleichen sucht. Reusch bleibt sich in seinem aktuellen Programm treu, denn es gibt wie immer nur einen roten Faden – nämlich, dass es keinen gibt.

Mit sanftem Lächeln und großer Geistesanwesenheit putzt Reusch alles runter, was ihn in diesem Jahr gestört hat. Und wird bei ihm zu viel Spaß fürs Publikum. Der Zuschauer kann in jedem einzelnen Satz den gepflegten Wahnsinn entdecken, in dem die Gesellschaft heute lebt. Und man merkt oftmals erst später, dass man eigentlich über sich selbst gelacht hat. Böse und lustig, die Kombination, die gutes Kabarett ausmacht – in Reusch hat sie den Meister gefunden zg/ras

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