Brühl

Im Porträt Wolfgang Reffert (CDU) ist einer der beiden designierten Nachrücker im Gemeinderat / Er möchte Kinderbetreuung und Angebote für Jugend vorantreiben

Vereinsleben und Kultur sind ihm wichtig

Archivartikel

Brühl.Im Brühler Gemeinderat ist Wolfgang Reffert gewiss kein Unbekannter – schon 2002 bis 2004 und 2009 bis 2019 saß er für die CDU am Ratstisch. Mit 2091 Stimmen landete er bei der Wahl im vergangenen Jahr auf Platz acht und verpasste so nur knapp den Einzug ins Gremium. Nun wird er nach dem Ausscheiden von Christian Mildenberger und Dr. Eva Gredel (wir berichteten) in den Gemeinderat nachrücken.

Wolfgang Reffert habe sich schon in der Schule für Politik interessiert, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung. 1982 sei er in die Junge Union und schließlich auch in die CDU eingetreten. „Gerald Hock, Daniel Geier, Nici Höhn und ich haben damals die Junge Union wiederbelebt“, erinnert sich der designierte Nachrücker.

Nachdem sein Vater, Altbürgermeister Günther Reffert, 1989 in Ruhestand gegangen ist, hat Wolfgang Reffert als Gemeinderat kandidiert und ist im Jahr 2002 nachgerückt. Das Bürgerhaus und die Bücherei waren damals heiße Themen im Sitzungssaal.

„Anschließend habe ich dann wegen der Familie eine Pause gemacht, meine Frau Melanie geheiratet und meine Tochter Isabelle ist auf die Welt gekommen“, erzählt er. Heute sei seine Tochter 14 Jahre alt und selbst im Jugendgemeinderat politisch engagiert.

Zwei Jahre später machte dann Sohn Fabian – heute zwölf Jahre alt – das Familienglück komplett. „Als die Kinder aus dem Gröbsten raus waren, habe ich dann erneut kandidiert und bin gewählt worden“, meint der designierte neue Gemeinderat. „Da kochte dann die Geothermie auf – das ist natürlich kein einfaches Thema.“

Bürger mit einbeziehen

Eines habe Wolfgang Reffert in den zwölf Jahren als Ratsmitglied feststellen müssen: „Heutzutage herrscht leider viel Egoismus. Wenn die Menschen selbst betroffen sind, interessieren sie sich für die Politik. Ist das Thema allerdings vom Tisch, dann beachten sie den Gemeinderat nicht mehr. Sie stellen das Einzelwohl vor das Allgemeinwohl und dafür stehe ich überhaupt nicht.“ Er wolle vielmehr die Bürger in die Entscheidungen mit einbeziehen – „geheim im stillen Kämmerlein läuft da gar nichts!“ Bis heute seien Kinderbetreuung und Wohnraum zentrale Themen im Gemeinderat. „Ich persönlich finde es wichtig, dass das Kinderbildungszentrum vollendet und bezuschusst wird. Wir wollen in Brühl keine Ganztagsschule bauen, sondern den Eltern freistellen, ob sie ihre Kinder nachmittags in eine Betreuungseinrichtung bringen möchten oder nicht“, betont der sympathische Brühler.

Der Nachmittag solle den Jugendlichen nämlich für Hobbys in den Vereinen der Gemeinde zur Verfügung stehen. Die lägen Wolfgang Reffert ohnehin sehr am Herzen. „Das Vereins- und Kulturleben in Brühl ist wirklich super“, lobt er das Engagement der vielen Verantwortlichen.

Bei den Kerweborscht aktiv

Der Kommunalpolitiker selbst sei im Verein für Heimat- und Brauchtumspflege mit dem Amt des Kassiers betraut und außerdem „Corona-Owwerkerweborscht“. „Das macht viel Spaß, da werde ich dabeibleiben“, schwärmt er vom Singen in den Altenheimen während der mobilen „Corona-Kerwe“.

Den Zusammenhalt im Gemeinderat finde er super, eine reine Parteipolitik gäbe es nicht. „Wir schauen immer, was das Beste für unsere Gemeinde ist und setzen uns für die Kommune ein“, sagt der gelernte Bankbetriebswirt.

Was haben wir für Angebote für die Jugend? Wie geht es mit der Halfpipe weiter? Wie steht es um die Fahrradwege in der Hufeisengemeinde? All das seien Fragen, mit denen Wolfgang Reffert sich als designierter Nachrücker im Gemeinderat beschäftigen wolle, um Brühl weiter für sämtliche Bürger attraktiv zu gestalten.

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