Brühl

Verlockend als Tafelsilber

Ralf Strauch kann die Bedenken des GLB-Rates nachvollziehen

Die Gemeinde sei jederzeit Herr der Lage, um ein bauliches Ausufern zu verhindern, hieß es in der jüngsten Ausschusssitzung von Bürgermeister Dr. Ralf Göck. Schließlich sei die Kommune Eigentümer der angrenzenden Kleingartenanlage in den Kolbengärten. Sie könne also jederzeit verhindern, dass dort weitere Wohnhäuser entstehen.

Oder eben das Gegenteil, wenn auf der anderen Seite der Straße das schon lange als „irgendwann einmal künftige“ Neubaugebiet ins Auge gefasste Areal einen Bebauungsplan erhalte.

Doch was ist, wenn die kommunalen Finanzen zwischendrin dauerhaft in den Keller rutschen und das oft zitierte Tafelsilber Begehrlichkeiten weckt. Erinnert sich der Rat dann noch an den frommen Wunsch, dass einer weiteren Ausweitung der Wohnbebauung an dieser Stelle nicht zugestimmt werde. Denn, außer für die möglichen Bewohner eventueller Neubauten, wäre so ein Ausfransen an den Bebauungsrändern der Gemeinde bestimmt nicht attraktiv.

Welche Argumente will man vorbringen, wenn potenzielle Bauherren dann Pläne einreichen? Da kann ich das salamibedingte Magengrummeln von Dr. Paul Pott schon verstehen. Eine verbindlichere Festlegung für das künftige Nein könnte da sicherlich helfen.

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