Brühl

Hallenbad Freizeitanlage soll nach umfangreicher Sanierung der Umkleiden wiedereröffnet werden

Viel Gelb und viel Sicherheit

Archivartikel

Brühl.„Wir hinken deutlich hinter dem Zeitplan her“, sagt Bäderleiter Patrick Berndt, „da kommen schon ein paar Wochen zusammen“. Normalerweise wird das Hallenbad zwei Wochen, nachdem das Freibad geschlossen ist, für die Wintersaison geöffnet. Diesmal müssen sich die Badefreunde deutlich länger gedulden. Der Grund ist die Umgestaltung der Umkleiden im altehrwürdigen Brühler Hallenbad.

Das Problem ist, dass viele Handwerksunternehmen dabei im straffen Zeitplan Hand in Hand arbeiten sollten. Doch wenn nur eines der Gewerke sich verzögert, etwa weil wichtige Bauteile fehlen, dann gerät das Räderwerk der Planung aus dem Rhythmus. Und genau das ist im Hallenbad passiert. „Die gelben Wände für die Umkleidekabinen wurden nicht rechtzeitig geliefert“, verrät Silvia Luksch vom Bäderteam im Gespräch mit unserer Zeitung. Und so gerät die sommerliche Umbauphase zu einem spannenden Wettlauf mit der Zeit. Denn nach der Sanierungspause soll die Einweihung der neuen Umkleide und damit der Start in die Saison am Samstag, 10. November, um 11 Uhr erfolgen. Bis dahin ist noch ein ordentlicher Endspurt der beteiligten Firmen notwendig. Die Spinde werden seit gestern installiert – eine Arbeit, die heute fortgesetzt und möglichst schnell abgeschlossen werden soll. Außerdem steht heute die Absprache zwischen der Fachfirma und der Feuerwehr wegen der Brandschutzanlage und der Amok-Melder an.

Noch fehlen die Beschläge

Für das große Zittern sorgen die Umkleidekabinen, denn deren Beschläge zum Öffnen und Schließen der Türen werden erst am Freitag geliefert und können dann hoffentlich in einem Endspurt bis Samstagmorgen installiert werden. Es heißt also „Daumendrücken“, dass die Lieferzeiten eingehalten werden können.

Sollten die Arbeiten dann tatsächlich abgeschlossen sein, dann erwartet die künftigen Besucher des Brühler Hallenbades ein ganz neuer Umkleidebereich, der schick und hell daherkommt. Doch schon beim Betreten des Bades müssen sich die Besucher umstellen, denn der Zugangsbereich zu den Umkleiden wurde um einige Meter verschoben, damit der Raum optimal genutzt werden kann. Beim Betreten des neu gestalteten Bereichs überrascht die Helligkeit durch eine moderne Lichtführung. Außerdem sorgen helle Holzflächen und das Sonnengelb der Wände für eine sommerliche Atmosphäre. Und nach dem Badvergnügen wartet ein Fönraum auf die Besucher, die nun nicht mehr zwischen Tür und Angel die Haare trocknen müssen.

Doch es wurde nicht nur die Optik aufgewertet. Viel Engagement steckte die Verwaltung auch in eine integrative Zugangssituation. Auch Rollstuhlfahrer können das Hallenbad jetzt problemlos besuchen. Ein entsprechender stufenfreier Zugang, breitere Gänge im Umkleidebereich und eine spezielle Schiebetür machen den barrierefreien Besuch der beliebten Freizeiteinrichtung ab sofort möglich.

Während der Umbauphase wurden auch die Mängel im zuvor sanierten Sanitärbereich beseitigt, so dass man künftig auch dort nicht mehr durchs Wasser waten muss. Kurzum: Es gibt ein ganz neues Badegefühl. „Nach der letzten Schätzung des Architekten belaufen sich die Baukosten in dieser Saison auf rund 200 000 Euro zuzüglich Nebenkosten“, bilanziert Chris Oelsner vom Bauamt auf unsere Nachfrage. Als nächste Etappe steht nun, vermutlich im nächsten Sommer, die Umgestaltung des Foyers an.

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