Brühl

Verein für Deutsche Schäferhunde Ferienprogramm mit Lerneffekt / Jedes Tier reagiert anders / Kuscheleinheiten für "Coco" und Co.

Vierbeiner erhalten viel Aufmerksamkeit

Brühl.Für ein Foto mit Dobermann-Mädchen "Coco" gab es an diesem Vormittag viele begeisterte Anwärter: Die gerade einmal fünf Monate alte Hundedame hatte mit ihrem wilden Charme schnell die Herzen der Ferienkinder erobert. Doch nicht nur zum Kuscheln und für Erinnerungsfotos war sie mit ihrer Besitzerin Petra Hook auf die grüne Wiese gekommen. Vielmehr war sie - genau wie viele andere Hunde - eine wichtige Botschafterin.

Schließlich sollten und durften die Ferienkinder von Brühl an diesem Tag beim Verein für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Brühl, lernen, wie das Leben mit einem Vierbeiner funktioniert. Gemeinsam mit Sina Gredel begrüßte Thomas Walter die aufgeregt schnatternden Kinder. Wer von ihnen hatte bereits Erfahrung mit Hunden? Vielleicht selbst eine Fellschnauze zuhause? Flugs stellte sich heraus, wer da Bescheid wusste und wer nicht.

Damit sich dieses Wissen angleichen möge, lud Thomas Walter zunächst ein, sich mit den wichtigsten Regeln im Umgang mit einem Vierbeiner vertraut zu machen. Darf ich einen Hund beim Fressen stören, ihn am Schwanz ziehen oder gar vor einem Hund davon laufen? Sicher nicht, wusste Malte. Insbesondere das Davonlaufen konnte der junge Brühler gut erklären: Wer das macht, wird automatisch zur Beute. "Manche wollen spielen, manche wollen jagen", erläuterte er und hatte damit genau den Kern der Sache getroffen.

Vorsicht ist stets geboten

"Begegne jedem Hund mit Vorsicht", betonte Thomas Walter, "denn nicht jeder braun-schwarze Dackel ist gleich." Die Botschaft kam an: Nur weil der eine Hund nett ist, muss der andere, der genauso aussieht, es nicht auch sein. Es gab wahrlich viele Fragen zu klären. Natürlich immer, ohne Angst zu schüren oder Unsicherheiten zu vertiefen. Doch der zweite Vorsitzende des Vereins machte deutlich: Ein Hund ist ein treuer Begleiter. Aber er verdient Respekt und Aufmerksamkeit. "Behandle einen Hund immer gut", so seine Botschaft. Gerade Kinder würden gerne mit einem Hund spielen, wenn dieser schlafen wolle. Was macht man dann? "Schlafen lassen", wusste Lara.

Vieles des gerade gelernten, konnten die Kinder im Anschluss beim Welpenschmusen anwenden. Neben "Coco" waren auch die sieben Monate alte Schäferhündin "Stella" und die zehn Monate alte "Inola" Stars des Augenblicks. Mit ihrem Prager Rattler "Meke" hatte Karin Rachel gleich Emelie und Miriam begeistert, während Volker Becker mit "Dozen" einen lustigen und quirligen Junghund vorstellte.

Den größten Fleck im Herzen der Kinder aber eroberte "Lenny." Die sechs Jahre alte Hundedame ist schließlich eine waschechte Menschenretterin. Thomas Walter, der als Mitglied der Hunderettungsstaffel des Deutschen Roten Kreuzes in Mannheim seine Hündin im Einsatz hat, ließ kleine Hände tief im Fell graben, Hundeschnauze schnuppern und stellte dann vor, was die tapfere "Lenny" so alles drauf hat. Da staunten die Kinder nicht schlecht, denn sogar ein Hund muss mehrmals in der Woche in die Schule und immer wieder üben, um das Gelernte spontan einsetzen zu können.

Auf die Kinder wartete noch weiteres Programm, dazu gehörten spielen und fotografieren, ein Mittagessen und natürlich noch mehr Informationen über den Umgang mit sowie die Erziehung von Hunden. Über die Urkunde zum Abschied freuten sich die potenziellen Hundebesitzer am meisten. ak

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