Brühl

Evangelische Gemeinde Umweltteam der Kirche macht sich Gedanken über die wichtige Ressource / Bewusstsein fürs Thema schaffen

Wasser als Quell des Lebens gewürdigt

Archivartikel

Brühl.„Die Bewahrung der Schöpfung ist unser Anliegen“, erklärt die evangelische Pfarrerin Almut Hundhausen-Hübsch, „deshalb versuchen wir seit 2014 im Rahmen unseres kirchlichen Umweltmanagements unsere Umweltbilanz immer weiter zu verbessern.“

Dabei verpflichten sich die Gemeindeteile unter dem Zeichen des Grünen Gockels nicht nur, alle gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, die für die Umwelt relevant sind. Das Grüne-Gockel-Team widmet sich auch immer wieder allgemeinen Fragestellungen zur Erhaltung der Schöpfung. So geht es aktuell um das Thema „Durststrecke“.

Unter dieser Überschrift beschäftigte sich das Team mit der Nutzung von Wasser auf dem vielfach beschriebenen blauen Planeten. „In unserer Umgebung werden wir durch Nachrichten über den sinkenden Grundwasserspiegel aufgeschreckt, der niedrige Leimbachpegel und abgestorbene Fichten machen uns nachdenklich“, wies Hundhausen-Hübsch auf den regionalen Bezug des Klimawandels hin.

Anlass für Kriege

„In anderen Teilen der Erde ist sowieso klar, dass es sich beim Wasser um ein kostbares Nass handelt, das in naher Zukunft wohl Anlass für Kriege sein wird, weil Länder sich gegenseitig das Wasser abgraben“, fasste die Seelsorgerin die aktuelle Situation zusammen.

„Hierzulande wird Wasser noch vielfältig verschwendet“, urteilt die Pfarrerin. Dabei sei das Wasser für alle Menschen und Tiere ein Lebenselexier. Nicht nur die Bibel erinnere daran, dass alles Leben aus dem Wasser der „Urflut“ entstanden sei und vom Wasser abhängig wäre. „Vor allem von sauberem Trinkwasser“, wie es in einem Gottesdienst eindrücklich aufgezeit wurde.

Wie gering der prozentuale Anteil des Süßwassers am Anteil des Wassers – am sogenannten blauen Planeten – sei, zeigte ein Rechenbeispiel im evangelischen Gottesdienst. Gerade einmal vier Teelöffel voll Grund-, See- und Flusswasser stehen demnach einem ganzen Zinkeimer voller Salzwasser gegenüber.

Existenzieller Grundstoff

Wasser ist entsprechend ein existenzieller Grundstoff des Lebens für Mensch, Tier und Pflanze, denn von den weltweiten Wasserreserven sind demnach nur knapp drei Prozent Süßwasser.

Das Grüner-Gockel-Team der Kirchengemeinde hat sich zum Ziel gesetzt, Gottes Schöpfung zu bewahren. Die Ehrenamtlichen um Pfarrerin Hundhausen-Hübsch machten deshalb in verschiedenen Aktionen darauf aufmerksam, dass die Quelle allen Lebens nur sprudeln könne, wenn die Menschen sie nicht für selbstverständlich halten würden, sondern für das, was sie sei: ein Wunder.

Deshalb versuchen die evangelischen Christen in Brühl bei ihrem kirchlichen Umweltmanagement die Umweltbilanz immer weiter zu verbessern. „Durch regelmäßige Kontrolle unseres Energieverbrauchs schaffen wir ein Bewusstsein für diese Thematik“, heißt es im Selbstverständnis des Grünen Gockels der evangelischen Kirchengemeinde. „Mitmachen ist die beste Möglichkeit, die Bewahrung der Schöpfung zu verstehen, voranzutreiben und soziale Kompetenz weiterzuentwickeln“, so die ökonomisch engangierte Pfarrerin aus der Hufeisengemeinde. ras

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