Brühl

Buffalo’s Country-Club Bei der Open-Air-Party mit „Copperhead Jack & Co“ kann auch ein Regenguss die Stimmung nicht verwässern / Stilechtes Ambiente kommt an

Wilder Westen beginnt kurz hinter Brühl

Archivartikel

Brühl.Wie das mit der Gemeinschaft funktioniert, das brauchen die Buffalo’s nicht erst zu lernen. Erlebt man, wie vor und nach dem starken Regenguss am Samstagabend beim Country-Open-Air gemeinsam angepackt wird, ist das Teamwork par excellence. Vereinsvorstand Monika Molisse – im roten Westernkleid und Cowboyhut – schaut sich im Areal zwischen den „Roten Bergen von Brühl“ um und sieht nur zufriedene Gesichter.

„Da wird schnell zusammengerückt, damit alle einen trockenen Platz haben“, freut sie sich und lobt die Männer, die in Windeseile die großen Zelte aufgebaut haben, die Tischreihen überdachen. Die bekommen einen Extraapplaus – vor allem, weil sie nach getaner Arbeit die nasse Pause mit einem gemeinsamen Lied auf der Tanzbühne abschließen. Ein klasse Zug, das finden auch die Gäste.

Die haben sich in die Kluft der Cowboys geworfen, tragen die markanten Stiefel, Fransenhemd, Jeans und Hüte und frönen allem, was man den Kuhhirten der Prärie so als Alltag zuschreibt. Wem übrigens noch ein Outfit fehlte, der hatte beste Chancen, bei den Verkaufsständen vorm Ranchareal Passendes zu finden. Das Einzige, was am Samstagabend in Brühl fehlt, um das Wildfest-Flair perfekt zu machen, sind die schnaubenden Nüstern wilder Pferde und die scharrenden Hufe einer Rinderherde.

Deftige Steaks, kühles Bier und der Sound der Prärie, den die Band „Copperhead Jack & Co“ mit authentischen sowie tanzbaren Countryklängen füllt, sind die Basis für eine tolle Party. Fans der Musik mit dem Takt, der in die Füße geht, gibt es zuhauf. Weltweit erlebt der Linedance schon seit Jahrzehnten seinen Siegeszug. Schnell füllt sich demnach der Open-Air-Tanzboden mit meist nicht weniger als 20 Tänzern, die sich in Reihen zur Musik von „Copperfield Jack & Co“ bewegen. Das vorsorglich aufgestellte Zelt wird schnell wieder von der Bühne geholt, als der Regen nachlässt: „Das stört nur“, rufen die eilig angerückten Helfer.

Linedance in lockerer Mischung

Zum Paartanz fehlt oft der Mann, beim Linedance kommen jedoch auch immer mehr Herren in die Linie zu den Damen hinzu. Bei den Buffalo’s stehen Männlein und Weiblein in lockerer Mischung auf dem Holzboden und haben Tanzspaß. Mit ihren Liedern, zu denen sie die passende Tanzangabe liefern, bringen die drei Bandmitglieder Udo, Peter und Rabea Schwung in die Menge.

„Slappin‘ Leather“ geht zum Beispiel bestens zu Eric Claptons „Lay Down Sally“ und beim „All summer long“ ist „Sweet Home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd die beste Taktvorgabe. Klatschen im Rhythmus, ein weiterer Charleston-Stepp, eine schnelle Schritt-Dreh-Passage ein kleiner Sprung – und bei Tänzern und Zuschauern spiegelt sich die gute Laune wider. „Howdie“ und „Yieha“, diese beiden Rufe sind seltener zu hören beim Countryabend, dafür sind aber umso mehr Neugierige unterwegs, um zu erkunden, was es alles in der ganz eigenen Westernwelt zu entdecken gibt.

Das stilechte Ambiente der Red-Rockys, mit der Kapelle, dem Sattler und dem immensen Saloon, etwa. Dort lässt es sich lässig an der Theke lehnen und einen Whisky bestellen. In der authentischen Westernstadt, in der es an nichts mangelt, was zum wilden Westen gleich hinter Brühl gehört, geht es in der Food-Hall, der Hacienda unter der erhabenen Kulisse der Roten Berge einvernehmlich mit Trappern, Indianern und Linedancern rund. Alan und Claudia sind immer wieder gerne bei den Buffalo’s und lassen es sich gutgehen, stehen im Trockenen unterm Vordach des Saloons, wo Steak und mehr munden: „Wir finden es hier einfach klasse“, sprechen sie wohl vielen Mitfeiernden aus der Seele.

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