Brühl

Buffalo’s Country-Club Zum 20-jährigen Bestehen wird mit befreundeten Vereinen gefeiert / Clubabende stehen interessierten Besuchern offen

„Wir sind eine Familie mit großem Zusammenhalt“

Archivartikel

Brühl.Wer sich an Fasching als Indianer, Cowboy oder Cowgirl verkleidet, gern Winnetou-Filme sieht und zu Countrymusik tanzt – der ist hier genau richtig: auf der Ranch der Buffalo’s am Rande des Waldes nahe der Grillhütte. In einem authentischen Ambiente mit einem Saloon, einer Sattlerei, Schmiede, Goldmine, Kirche und großen Tanzfläche schlägt das Western-Herz höher – vor allem am Samstag, als der Buffalo’s Country Club sein 20-jähriges Bestehen feierte.

Seit 1998 ist dieser ein selbstständiger Verein, der nunmehr 110 Mitglieder zählt, die eine gemeinsame Leidenschaft besitzen: Country. Was mit 29 Freunden begann, wurde zu einem eingetragenen Verein mit einer Ranch als festem Treffpunkt.

Und genau dieser Ort zog zahlreiche Besucher an. Zum einen feierten sie das Jubiläum, zum anderen nahmen sie die amerikanische Wetterperiode „Indian Summer“ zum Anlass. Den befreundeten Vereinen – unter anderem die Old-West-Pioneers aus Ludwigshafen und der Texas Club Weinheim – gefiel’s. „Unsere Gastvereine finden die Idee gut, zum Indian Summer zusammenzukommen“, sagte Monika Molisse, Vorsitzende der Buffalo’s, und fügt hinzu: „Insgesamt möchten wir gerne mehr gemeinsame Treffen planen und uns gegenseitig auf unseren Ranches besuchen.“ Dabei erzählen sie sich spannende Geschichten aus der Zeit des Wilden Westens, tauschen sich über neue Konzepte und Planungen der Vereine aus, sitzen gemeinsam am Lagerfeuer und tanzen den typischen Line Dance, der auch am Samstag großen Anklang fand.

Nach einer Stärkung in Form eines leckeren Chili con Carne stürmten die Buffalo’s und Mitglieder der Gastvereine in ihrer schmucken und traditionellen Indianer- oder Cowboykleidung, die von Kopf bis Fuß authentisch war, die Tanzfläche. In der Sattlerei konnten sie sich von dem Leder-Experten Arnim Steinert in die Künste des Messerscheidens und der Lederarbeit einführen lassen. Eine lieb gewonnene Tradition der Buffalo’s: Steinert schneidert jedem Mitglied einen eigenen Gürtel. Wem es draußen zu kalt war, der nahm im gemütlichen Saloon Platz. So auch die beiden Schwestern Renate Mehner und Elvira Jué, die zu den Gründungsmitgliedern der Buffalo’s gehören und das Gelände mit aufbauten. „Es war sehr viel Arbeit, aber noch mehr Spaß“, sagte Jué. Für Mehner sind die Buffalo’s mehr als ein Hobby: „Wir sind eine Familie mit großem Zusammenhalt.“

Neue Mitglieder gesucht

Die Buffalo’s treffen sich jeden Freitag zum Clubabend, der auch interessierten Besucher offensteht. Außerdem gibt es zahlreiche Veranstaltungen für Mitglieder, etwa das „Indian Council“, das über die Pfingstfeiertage zwei Wochen lang in Freising stattfindet. „Dort leben wir im Jahr 1860: in Zelten mit Fellen, beleuchten mit Kerzen und holen Wasser von der Wasserstelle, um zu kochen“, berichtet Silvia Hochdörfer.

Daneben gibt es weitere Treffen, etwa zum amerikanischen Fishing Day, wenn Forellen geangelt werden. Auch dabei wird getanzt – ebenso wie auf der Kerwe, wenn die Line-Dance-Gruppe am Sonntag, 7. Oktober, 14.45 Uhr, ihr Können zeigen wird. oc

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