Brühl

Adventsbasar Katholische Frauengemeinschaft Brühl bietet im Pfarrzentrum die große Vielfalt / Backwaren sind die absoluten Renner / Kränze und Gestecke

Zauberhaftes zu Weihnachten hilft auch in Peru

BRÜHL.„Die gehen weg, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.“ Gerda Gaisbauer berichtet mit diesen Worten vom Absatz der Plätzchen, Stollen und Linzertorten, die von der katholischen Frauengemeinschaft schon traditionell am ersten Advent im katholischen Pfarrzentrum angeboten werden. Alles Handarbeit – darauf brauchen die Frauen nicht zu groß aufmerksam zu machen, das wissen die Besucher und Käufer, die schon kurz vor der Eröffnung des Saales vor der Tür warten. Die Taschen sind da startklar, der erste Weg führt an den Tisch mit dem Gebackenen, dort warten Spritzgebäck, süße Baiser-Kreationen, Kekse mit Marmeladenfüllung und schokolierte Süßigkeiten. Und die Marmeladen – Quittengelee gibt es in diesem Jahr viel.

Ist eingetütet, was die Besucher an Leckereien brauchen, ist Raum für einen Bummel zwischen den liebevoll arrangierten Tischen hindurch. Jetzt sind alle mittendrin in der vorweihnachtlichen Dekorationswelt, die die katholischen Frauen aufgebaut haben. Mal wird hier ein Objekt – Kranz oder Gesteck – hochgehoben und von allen Seiten begutachtet. Dabei scheint vor dem inneren Auge sich abzuspielen, wo das Objekt in den heimischen Zimmern optimal zur Geltung kommen kann.

Für jeden Geschmack etwas

Rasch werden die Weihnachtsvorboten in Rot-Gold-Kombinationen, stylisch mit ausgedienten Tassen als Kerzenhaltern, Ensembles ganz in Weiß oder edel in Weiß-Gold abverkauft.

Mit dem Gottesdienstende in der benachbarten Schutzengelkirche strömen immer mehr Menschen herein, jeder hat dabei seinen eigenen Geschmack, der von der breiten Farbauswahl und dem mehr oder minder vorhandenen Glitzerfaktor angezogen wird. Stachelbeer-Marmelade, Quittengelee, Himbeer-Brotaufstrich und etliche fruchtige Nuancen mehr hat auch Hedwig Lauer gekocht, die zudem schöne Krippen im Angebot hat.

Handgemachte Grußkarten, hölzerne Kerzen und Nikoläuse – mit viel Liebe bemalt – Schürzen aus bunten Stoffen genäht, damit die Weihnachtsbäckerei keine Spuren auf der Kleidung hinterlässt, sind nur wenige der vielen unterschiedlichen Kleinigkeiten für den täglichen Gebrauch oder zur Dekoration die den Saal in ein Mekka für Weihnachtsfans verwandeln.

Eine überschaubare und dennoch große Vielfalt, die die „Wiederholungstäter“ unter den Gästen sehr schätzen. Es geht übrigens auch niemand ohne eine prall gefüllte Tasche unter dem Arm oder ein Gesteck in den Händen aus dem Raum, das spricht für sich und die tolle Vorarbeit, die von den KfD-Frauen an ihren Bastelnachmittagen im Vorfeld leisten.

Verkaufstisch wird Kaffeetafel

Das unterstreichen auch die Organisatoren immer wieder, freuen sich , dass Frauen aus der Runde, die nicht basteln oder stricken mögen, sich immer wieder anders einbringen. Gaisbauer schildert: „Wir machen alle zusammen unser Mittagessen hier, eine der Frauen macht dafür Schnitzel und Kartoffelsalat für die Helfer.“

Etliche Kuchen sind schon frühmorgens da, werden verpackt mit nach Hause genommen. Frische werden gebracht, damit die nachmittägliche Tafel noch Auswahl bietet. Am Nachmittag werden die wenigen Überbleibsel des Adventsmarktes auf einen Tisch konzentriert, die anderen werden zu Kaffeetafeln gedeckt. „Dann kommen ganz viele Gäste dazu und wir trinken Kaffee und plaudern ein wenig“, freut sich Gerda Gaisbauer schon auf den harmonischen Ausklang.

Selbstverständlich sind die Damen bereits in Vorfreude darauf, den Erlös gemeinnützigen Institutionen zu spenden. So kommt die „Wunschfee“ für krebskranke Kinder in Mannheim in den Genuss einer Spende, die Erwachsenen-Gefangenenhilfe geht nicht leer aus und Schwester Maria in Peru bekommt ebenfalls Unterstützung für die Armenküchen. Und das übrigens zum wiederholten Mal .„ Das ist uns ein besonderes Herzensanliegen“, betont Gabriele Kölble aus dem Kreis der aktiven Frauen.

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