Brühl

Zu wenig hinterfragend

Sascha Balduf wundert sich über manchen Aspekt der Vortragenden

Weiterbildung ist im Besonderen dann hilfreich, wenn es um die eigene Gesundheit geht. Dass es beim Gesundheitsforum die Möglichkeit gibt, für nur zehn Euro Eintritt die Meinung gleich mehrerer Vortragender zu hören, ist löblich.

Noch dazu, wenn es um das Herz geht, dessen Erkrankungen einerseits für so viele Tode sorgen, um dessen Gesundheit sich andererseits eben auch jeder auf so viele Arten kümmern kann. Ob man aber gut die Hälfte der Veranstaltung für Gespräche über wissenschaftlich stark in der Kritik stehende und teilweise eindeutig widerlegte Theorien aufwendet, muss infrage gestellt werden. Es war erklärte Anspruch der Veranstaltung, sich dem Thema möglichst breit zu widmen.

Organisator Sutter sprach davon, „Messbares und Spürbares“ zusammenzubringen – und es ist sicher nicht falsch, mit offenem Geist auf neue Ideen zuzugehen. Aber, erwiesenermaßen wirkungslose homöopathische Mittel ohne kritische Nachfrage gleichberechtigt neben der belegten Fachkenntnis eines Arztes zu präsentieren, kann beim Zuschauer einen gefährlichen Eindruck hinterlassen. Vielleicht wäre es sinnvoll, künftig die kritische Betrachtung nicht ganz beiseitezulegen.

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