Eppelheim

Digitalisierung Gemeinderat genehmigt Ausstattung fürs Homeschooling / Stadt schöpft Fördertopf von Bund und Land mit 158 000 Euro fast komplett aus

321 Apple-Tablets und 15 Notebooks gibt es für die Schüler

Archivartikel

Eppelheim.Auch wenn in diesem Herbst etwas sanftere Methoden angewendet werden, hatte der erste Lockdown des öffentlichen Lebens im März besonders mit den Schulschließungen offenbart, wie weit die deutschen Bildungsinstitutionen dem Zeitgeist hinterherhängen. Aus einem einmaligen Subventionsprogramm von Bund und Land über 130 Millionen Euro wurden der Stadt Eppelheim rund 160 000 Euro zugestanden, um die Schulen mit digitalen Endgeräten zu versorgen.

Nach Befragung aller Schulen der Stadt hatte die Verwaltung einen Auftrag über 321 Apple-Tablets und 15 Notebooks ausgeschrieben. In einer Eilentscheidung hatte Bürgermeistern Patricia Rebmann das günstigste Angebot angenommen, um die Eppelheimer Schüler möglichst schnell mit den Geräten ausstatten zu können. Dies nahm der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung wohlwollend zur Kenntnis.

Teilweise verschlafen

„Die Digitalisierung wurde in der Vergangenheit teilweise verschlafen“, sagte Trudbert Orth (CDU), „nun müssen wir Entscheidungen treffen, um den Unterricht überhaupt zu ermöglichen.“ Marc Böhmann (Grüne) sagte: „Wir haben während des ersten Lockdowns gesehen, wie schwer das Homeschooling für manche Familien umzusetzen ist. Nun können wir dramatischen Folgen für diese Schüler entgegenwirken.“

Renate Schmidt (SPD) wollte bei allem Nutzen sichergestellt wissen, dass die Geräte wirklich nur an Bedürftige gehen. Bürgermeisterin Rebmann versicherte dies. Bernd Binsch (Eppelheimer Liste) sagte: „Homeschooling funktioniert nur, wenn alle richtig ausgestattet sind. Diese Ausstattung ist für viele – aber eben nicht alle – selbstverständlich.“ Mit Kosten von rund 158 000 Euro schöpft die Verwaltung den Förderungstopf fast vollständig aus. sb

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