Eppelheim

Austausch Russische und US-amerikanische Schüler sind zeitgleich zu Besuch / „Baum der Freundschaft“ im Schulhof soll kräftig wachsen und gedeihen / Gelebte Völkerverständigung gewürdigt

Am Bonhoeffer-Gymnasium reichen sich Ost und West die Hand

Eppelheim.Was kann besser zum Frieden beitragen als Freundschaften zwischen jungen Menschen, die beim Schüleraustausch geschlossen werden? Einen solchen Schüleraustausch fördert das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium schon viele Jahre als wichtigen Grundpfeiler zur Völkerverständigung.

Gepflegt werden Schulfreundschaften unter anderem mit England, Spanien, Frankreich, den USA und Russland. Der Zufall wollte es, dass kürzlich amerikanische und russische Schüler zeitgleich auf Einladung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der Patenfamilien in Eppelheim zu Besuch waren.

Dr. Valerie Schnitzer konnte mit ihren Schülern den Schulchor der West Springfield High School aus Virginia mit ihrem musikalischen Leiter Dustin Brandt willkommen heißen. Ihre Kollegin Dr. Elena Stepanova durfte mit ihren Patenschülern 13 Jungen und Mädchen der Moskauer Schule „Nr. 1253“ mit ihren Lehrkräften Alina Kasabiéva und Polina Tikhomirova begrüßen.

Bedeutungsvolles Treffen

Dieses bedeutungsvolle Aufeinandertreffen russischer und amerikanischer Schüler im Herzen Europas wurde auf Anregung des stellvertretenden Schulleiters Thomas Becker in einer Feierstunde in der Schulaula gewürdigt. Im Anschluss wurde als sichtbares Zeichen für die Nachwelt auf dem Schulgelände unter Mithilfe und großem Jubel deutscher, russischer und amerikanischer Schüler eine Birke als „Baum der Freundschaft“ gepflanzt.

Bürgermeisterin Patricia Rebmann, der Landtagsabgeordnete Manfred Kern und Dr. Valerie Schnitzer würdigten die gelebte Völkerverständigung. „In unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig zu zeigen, dass alle Menschen zusammengehören. Alle sind gleich, egal welche Nationalität oder Hautfarbe sie haben“, betonte Rebmann. „Wir können nur gemeinsam etwas erreichen und dafür Sorge tragen, friedlich im Miteinander auf der Erde zu leben.“

Sie lobte das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium für seine Bemühungen im Schüleraustausch. „Schulfreundschaften zu erhalten und zu gestalten, kostet sehr viel Zeit und Mühe, aber sie sind es wert“, meinte das Stadtoberhaupt.

Grünen-Politiker Manfred Kern sprach von einer „historischen Begegnung“. Dass ihn dieses Aufeinandertreffen von russischen, deutschen und amerikanischen Schülern in der Mitte Europas und im Herzen der Kurpfalz berührt, verschwieg er nicht. „Es ist ein gutes Gefühl Teil davon zu sein, wenn sich Ost und West in Europa die Hand reichen.“ Drei Schulen machen es möglich, dass Schüler voneinander lernen und die Kultur des anderen verstehen können. „Aus Fremden werden Freunde“, hob Kern hervor. Ihm war es wichtig, dass die jungen Generationen aus Deutschland, Russland und den USA das Einende und nicht das Trennende suchen.

Ausgezeichnete Klaviermusik

Mit zu Herzen gehenden Liedern des West Springfield High School Chors, ausgezeichneter Klaviermusik von Kursstufenschüler Oliver Schlick und einem rührenden Lied, das Musiklehrerin Sylvia Müller ausgewählt hatte, um die Schüler aus drei Nationen mit der Sprache der Musik zusammenzuführen, wurde die Feierstunde würdevoll umrahmt.

Danach ging es auf den Schulhof. Höhepunkt war die Pflanzung einer Birke als sichtbares Zeichen der Völkerverständigung und der Freundschaft.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional