Eppelheim

Angelsportverein Zander und Calamares zum Mitnehmen kommen gut an / Kein Verzehr vor Ort

„Backfisch to go“ ist ein Erfolg

Archivartikel

Eppelheim.Allein von den Beiträgen seiner Mitglieder kann kein Verein leben, auch nicht der Angelsportverein „Früh Auf“. Es braucht weitere Einnahmequellen, um den Verein über Wasser zu halten und die laufenden Kosten zu decken. Doch in Corona-Zeiten will genau überlegt sein, was unter Einhaltung der Vorgaben an Festen und Veranstaltungen möglich und vertretbar ist.

Zuletzt hatte der Verein im Februar zu einem Backfischverkauf am Vereinsheim in der Schwetzinger Straße eingeladen. In Folge der Pandemie mussten dann alle weiteren Termine und das beliebte Fischerfest, das im Juni auf dem Vereinsgelände hätte stattfinden sollen, ausfallen. Für die Vereinskasse war dies nicht gerade erfreulich. Doch statt zu jammern, krempelten die Mitglieder jetzt die Ärmel hoch und starteten einen „Backfisch to go“-Verkauf. „Wir möchten als Verein auch in dieser schwierigen Zeit präsent sein und der Bevölkerung etwas bieten“, erklärte Vorsitzender Henry Hansch.

„Wir zeigen Verantwortung“

Die Ehrenamtlichen in der Fischküche trugen alle eine Mund-Nase-Bedeckung und achteten auf die Einhaltung der Hygienevorschriften. Und vom Eingangsbereich bis zur Verkaufstheke waren für die Kunden auf dem Boden als Orientierungshilfe Abstandsmarkierungen angebracht. „Wir zeigen Verantwortung und möchten, dass sich die Leute bei uns wohl und sicher fühlen“, so der Vereinschef. Die Lust auf frischen Backfisch war groß: Zander- und Seehechtfilets mit Brötchen und Remoulade oder Kartoffelsalat sowie Calamares mit Knoblauchsoße fanden reißenden Absatz. Die Kundschaft kam mit dem Rad, dem Auto oder zu Fuß, um sich frisch gebackenen Fisch und Beilagen zu holen. Sonntagvormittag um 11 Uhr sollte der Verkauf starten. „Die ersten Kunden waren schon viel früher da“, meinte Hansch. Über den Ansturm freute er sich riesig. Es bildete sich schnell eine Schlange.

Das Küchenteam panierte und frittierte ohne Pause, um die Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten. „Wir haben routinierte Fischbäcker in unserer Küche wie unsere langjährigen Unterstützer Peter Karnahl und Ernst Becker und junge Mitglieder, die tatkräftig anpacken. Das funktioniert prima“, freute sich der Anglerchef. Kein Risiko eingehen wollte der Angelsportverein und hat auf eine Verzehrmöglichkeit vor Ort und den Verkauf von Getränken verzichtet. „Das ist der momentanen Situation geschuldet. Wir sehen uns da in der Verantwortung und sind lieber etwas vorsichtiger“, meinte Hansch.

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