Eppelheim

Serviceangebot Anschaffung kostet Stadt rund 16 500 Euro

Barrierefreie Toilette auf dem Friedhof betriebsbereit

Eppelheim.Die neue Toilettenanlage auf dem Friedhof ist betriebsbereit. Bei der aus robustem und wetterfestem Holz gefertigten Modultoilette handelt es sich um eine so genannte Trockentoilette. Sie schont dank ihres innovativen Systems Umwelt, Ressourcen und Kosten, ist einfach zu reinigen und braucht nur wenig Wartung.

Die Anlage wurde als neues Serviceangebot für die Friedhofsbesucher im nördlichen Bereich, gut erreichbar direkt am Weg zwischen den Eingängen Boschstraße und Grenzhöfer Straße, installiert. Bürgermeisterin Patricia Rebmann kam damit einem vielfach von Friedhofsbesuchern an die Stadt herangetragenen Wunsch nach. Denn bei der neuen Anlage ist sowohl die größere Toilettenkabine als auch das separate Urinal barrierefrei zugänglich. Beide Abteile sind mit einer verriegelbaren Schiebetür ausgestattet. Sie ist vor allem für Menschen gedacht, denen es aufgrund körperlicher Einschränkungen oder Behinderungen schwerfällt, die Toiletten an der Friedhofskapelle zu nutzen, da diese nicht barrierefrei sind.

Bürgermeisterin vor Ort

Bei einem Vor-Ort-Termin mit Bauamtsleiter Michael Benda nahm Bürgermeisterin Patricia Rebmann jetzt das neue „Stille Örtchen“ in Augenschein. Die Kazuba-Toilette funktioniert komplett autark, ganz ohne Wasser- und Abwasser-Kanalisation. Das bedeutet, dass das Spülen nach der Nutzung entfällt. Das Toilettensystem benötigt weder Einstreu noch Chemie. Das macht seinen Unterhalt günstig. Zu der Toilettenanlage gehören ein Sammeltank und ein Belüftungssystem, das durch Wind- und Sonnenenergie betrieben wird. Bei der Toilette werden Feststoffe und Flüssigkeiten voneinander getrennt. Ein konstanter Luftzug trocknet die Feststoffe und lässt Flüssigkeiten schneller verdunsten. Die Feststoffe können abgesaugt und kompostiert oder entsorgt werden. Der ständige Luftzug im System reduziert das Volumen der Toilettenreststoffe bis zu 90 Prozent, tötet Keime ab, fördert aerobe Bakterien, beseitigt Gerüche und sorgt für frische Luft.

Beleuchtung mittels Solarpaneel

Statt mit einem Waschbecken ist sie mit einem Desinfektionsmittel-Spender ausgestattet. Der Strom für die Beleuchtung der Toilettenkabine wird über ein Solarpaneel auf der Anlage erzeugt. Die Urinal-Kabine soll laut Bauamtsleiter Benda noch eine Beleuchtung erhalten. Das modulare Design der barrierefreien Toilettenkabine und ihrem separat zugänglichen Urinal ließ es zu, die Anlage auf dem Friedhofsgelände optimal zu positionieren, damit eine ausreichende Belüftung der Toilettenmodule gewährleistet ist.

Die Arbeiten bei der Aufstellung wurden von den Friedhofsmitarbeitern mit Unterstützung des Bauhofs durchgeführt. Die Kosten für die neue Toilette beliefen sich für die Stadt auf rund 16 500 Euro. sge

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