Eppelheim

DRK Mehrfachspender zu Ehrungsabend eingeladen / Anke Gaber für 100. Entnahme als besonders fleißig geehrt

Bereitschaft zur Blutabgabe rückläufig

Eppelheim.Bürgermeisterin Patricia Rebmann, Ehrenbürger Lothar Wesch und etliche Stadträte würdigten mit ihrer Anwesenheit bei der Blutspenderehrung die Arbeit des DRK Ortsvereins und die Leistung der Mehrfachblutspender.

Das freute den Ortsvereinsvorsitzenden Dieter Hölzel ganz besonders. „Wir sind heute zusammengekommen, um Eppelheimer Bürgern, die mehrmals unentgeltlich ihr Blut gespendet haben, um Erkrankten oder Verunglückten zu helfen, den Dank der Stadt und des DRK auszudrücken“, betonte Hölzel. „Blut gehört zu den wertvollsten Dingen, die ein Mensch geben kann. Bis heute ist es nicht gelungen, künstliches Blut herzustellen, um Leben zu retten“, verdeutlichte er. Sobald Menschen aufgrund eines Unfalls oder wegen eines operativen Eingriffs Blut benötigen, seien sie auf das Blut von Spendern angewiesen.

15 000 Konserven pro Woche

Rund 88 Prozent des gespendeten Blutes werde für Operationen, Organtransplantationen, Krebs- und Herzerkrankungen oder Komplikationen bei Geburten benötigt. Dabei könne mit einer Blutspende durch Trennen des Lebenssaftes in seine Bestandteile meist mehreren Patienten geholfen werden. Der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen versorge zu 80 Prozent die 300 Krankenhäuser in seinem Einzugsgebiet mit Blut und Blutprodukten. In Baden-Württemberg und Hessen werden 15 000 Blutkonserven pro Woche benötigt, um den Bedarf in den Kliniken zu decken.

„Diese müssen Woche für Woche erbracht werden“, betonte Dieter Hölzel. Die Krankenhäuser würden mittlerweile bundesweit daran arbeiten, diesen hohen Spenderblutanteil durch Blutmanagementprogramme und neue medizinische Operationsverfahren zu reduzieren. Langfristig müsse man aber mit einem Anstieg des Blutverbrauchs aufgrund der Demografie rechnen. „Mehr ältere Menschen bedeuten auch mehr Operationen und Behandlungen in den Krankenhäusern“, so der DRK Vorsitzende.

Die etwas rückläufige Spendenbereitschaft der letzten Jahre bei den Blutspendeterminen in Eppelheim bereitete ihm Sorgen. Umso mehr freute es Hölzel deshalb, dass die vom DRK Eppelheim zu ehrenden Mehrfachblutspender sich regelmäßig Zeit genommen und ihr Blut kranken Menschen gespendet haben.

Bürgermeisterin Patricia Rebmann übernahm zusammen mit Bereitschaftsleiter Helmut Dörr und Dieter Hölzel die Ehrung der Mehrfachspender. Von der Stadt gab es Präsente. Das DRK hielt Urkunden und Ehrennadeln bereit. Mit Abstand die fleißigste Spenderin war Anke Gaber. Sie hat in ihrem Leben bereits stolze 100 Blutspenden geleistet. sge

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