Eppelheim

Bauvorhaben Gegen Aufstockung des Hauses in Rathenaustraße 5

Bistro einstimmig abgelehnt

Eppelheim.Die Befürchtung, dass es in der Hauptstraße bald nur noch Shisha-Bars, Wettbüros und Kneipen mit Spielautomaten gibt, ist groß. Der Technische Ausschuss lehnte deshalb in seiner jüngsten Sitzung einen weiteren Antrag auf eine Nutzungsänderung ab. Der Bauherr beabsichtigt, die ehemalige Akupunktur-Praxis in der Hauptstraße 53 in ein Bistro umzuwandeln. In der Gaststätte sollen Getränke aller Art sowie Backwaren angeboten werden, heißt es im Bauantrag. Die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke werden nach Aufforderung durch das Baurechtsamt über das Bauvorhaben informiert. Das Gebäude steht seit Längerem leer.

Christa Balling-Gündling (Grüne) lehnte rundweg ab: „Vorne ist doch schon ein Bistro.“ Alexander Pfisterer (SPD) stimmte dagegen: „Solche Anträge nehmen bei uns zu.“ Für Trudbert Orth (CDU) waren die Pläne „nicht aussagekräftig genug“. Man müsse sich überlegen, wie man künftig vorgehen könne. Bernd Binsch (Eppelheimer Liste) regte eine Veränderungssperre für die Hauptstraße an: „Das soziale Gefüge kommt in diesem Bereich durcheinander.“ Dr. Peter Schib (FDP) hielt ein Stadtentwicklungskonzept für notwendig, „weil alles hier im luftleeren Raum hängt“. Die Ablehnung war einstimmig.

Die Errichtung eines Anbaus mit einer Breite von 3,50 Metern und einer Länge von 7,72 Metern auf dem Baugrundstück Mozartstraße 40 wurde einstimmig genehmigt. Beim Bauantrag zur Errichtung von Dachgauben und dem Ausbau eines Schuppens in der Blumenstraße 13 gefiel Trudbert Orth (CDU) die Stellplatzregelung nicht so ganz. Er sei dennoch dafür. Eine Gegenstimme kam von Martin Gramm (Grüne).

Erneute Diskussion über Antrag

Beim Bauantrag zur Aufstockung eines Einfamilienwohnhauses in der Rathenaustraße 5 wurde ausgiebig diskutiert. Das Vorhaben war bereits im Juni besprochen und hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung abgelehnt worden. Das Wohnhaus soll zum Dreifamilienhaus aufgestockt werden. Das Baurechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises hatte mitgeteilt, dass das geplante Vorhaben zulässig, beziehungsweise genehmigungsfähig wäre. Die Stadt werde daher aufgefordert, nochmals über das versagte Einvernehmen zu beraten. Der Ausschuss blieb bei seiner Ablehnung. Sebastian Unglaube (Grüne): „Wir werden nie zustimmen. Das kommt nicht in die Tüte.“ Hans-Günther Büssecker (SPD) war ebenfalls dagegen. Trudbert Orth (CDU) meinte, dass „alles baulich Mögliche überschritten wird“. Alle Ausschussmitglieder waren dagegen. Sollte das Baurechtsamt erneut eine Erlaubnis rausschicken, will Bürgermeisterin Patricia Rebmann Widerspruch einlegen.

Zwei einstimmige Genehmigungen gab es auch noch: In der Franz-Holzmann-Straße 23 darf auf dem Grundstück ein 1,80 Meter hoher Gartenzaun als Sichtschutz errichtet werden. Gleiches gilt für den Ausbau des Dachgeschosses zu einer Wohnung sowie die Errichtung eines Speichers in der Haydnstraße 1. vw

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