Eppelheim

Sängerbund Germania Konzertabend mit Volksliedern

Chor überzeugt stimmlich

Eppelheim.„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“, heißt es im Volksmund. Und weil man beim Sängerbund Germania seit mehr als 110 Jahren gerne singt, war es nicht verwunderlich, dass dem Konzert des Männerchores im Badischen Gasthaus „Zum goldenen Löwen“ viele beiwohnen wollten und der Manfred-Heckmann-Saal schier aus allen Nähten platzte.

Das Programm des im Jahr 1901 gegründeten Männerchores trug die Überschrift „Volkslieder“. Mehr brauchte es nicht, um den Saal zu füllen und dem Publikum einen unterhaltsamen Abend zu bieten. Volkslieder sind die Paradedisziplin der Germania-Männer. Dem fast 20-köpfigen Chor gelang mit seinen Solisten Kurt Denk, Heinz Meisel und Siegfried Rack ein mitreißendes Konzert. Die Chorproben haben sich ausgezahlt. Dirigent Gerhard Knapp hatte seine Jungs wunderbar vorbereitet und leitete sie sicher durch alle Schwierigkeitsgrade der ausgewählten Lieder. Und auch die Tenorsolisten, die allesamt auch Sänger im Männerchor sind, hatten sich auf ihre Vorträge exzellent vorbereitet.

Chorsprecher Michael Seydel wusste bei den Gästen die Vorfreude auf den Musikabend zu wecken, indem er das Konzertprogramm und das Motto des Abends „Lasst uns singen und fröhlich sein“ vorstellte. Das Programm bot Volkslieder und typische Männerchorlieder. Zu Beginn erklang mit „Kein schöner Land in dieser Zeit“ eine der bekanntesten Volksweisen. Dem Männerchor gelang die Darbietung des Heimatliedes „Im schönsten Wiesengrunde“ genauso gut, wie die des Wanderliedes von Wilhelm Müller und Franz Schubert „Der Lindenbaum“. Auch die Vertonung von Friedrich Glück und Friedrich Silcher des Joseph von Eichendorff Gedichts „In einem kühlen Grunde“ mit dem Lied „Untreue“ war fabelhaft. Mit „In der Fremde – Londonderry Air“ wurde unter anderem noch eine Volksweise aus Irland angestimmt. Ein Dialektlied aus dem Erzgebirge mit dem Titel „Feierobnd“ wurde noch gesungen und schließlich fröhlich das aus dem 18. Jahrhundert stammende Volkslied „Ein Jäger aus Kurpfalz“ angestimmt.

Tenorbariton Heinz Meisel wusste mit dem Stück „Der fahrende Sänger“ aus der Operette „Der Rattenfänger aus Hameln“ von Adolf Neuendorff ebenso zu punkten wie mit dem Heimatlied „Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren“ des Komponisten Friedrich Raimund Vesely. Tenor Siegfried Rack überzeugte mit Franz Schuberts Gedichtvertonung „Das Heideröslein“ und dem „Ave Maria“ aus Schuberts Komposition „Ellens dritter Gesang“. Und Kurt Denk wusste seine schöne Tenorstimme mit den Stücken „Freunde, das Leben ist lebenswert“ aus Franz Lehars Operette „Guiditta“ und „Fern im weiten Land“ aus der Serenade von Enrico Toselli unter Beweis zu stellen. Als kleines Bonbon gab es zwischen den Auftritten des Männerchores und der Solisten volksmusikalische Melodien von Thomas M. Haase an der Zither. Chor, Solisten und Dirigent wurden mit großem Applaus belohnt. sge

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