Eppelheim

Stadtbibliothek Teilnehmerrekord beim Wettbewerb / 70 Einsendungen mit Fotos von dicken Wälzern und Waagen / Erster Platz geht an Christian Jungbauer

Das schwerste Buch wiegt stattliche neun Kilo

Archivartikel

Eppelheim.Das schwerste Buch trägt den Titel „Zettel’s Traum“, stammt aus der Feder von Arno Schmidt und wiegt stattliche neun Kilogramm. Eingereicht wurde das Monumentalwerk aus dem Jahr 1970 von Christian Jungbauer. Der Eppelheimer sicherte sich damit beim Buchwettbewerb „Mein schwerstes Buch“ der Stadtbibliothek den Sieg und einen Buchgutschein.

Platz zwei gebührte Familie Hasenkamp aus Neckargemünd mit einer 7,5 Kilogramm schweren Lutherbibel aus dem Jahr 1862. Die Familie wurde mit einem Kinogutschein belohnt. Den dritten Platz teilten sich Tobias Denk aus Eppelheim und Rudolf und Ulrike Biedermann aus Ketsch.

Das Buch „Surfing“ von Autor Jim Heimann, das Denk eingereicht hatte, brachte es ebenso auf knapp über sieben Kilogramm wie die Jubiläumsausgabe von „Andrees Handatlas“ aus dem Jahr 1909, den das Ehepaar Biedermann für den Wettbewerb ausgesucht und bei der Gewinnübergabe auch mitgebracht hatte. Die beiden Drittplatzierten durften sich jeweils über einen Gutschein für einen Eisdielenbesuch freuen.

Für den Wettbewerb „Mein schwerstes Buch“ anlässlich des jährlichen „Welttag des Buches“ gingen bei der Stadtbibliothek 70 Einsendungen ein. Über diesen Teilnehmerrekord freute sich nicht nur Bibliotheksleiterin Elisabeth Klett, sondern auch Josef Adam, der als Bücherfreund und Stammkunde der Stadtbibliothek den Wettbewerb vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat.

Kontaktlos eingeschickt

Coronabedingt gestaltete sich der Ablauf des Buchwettbewerbs in diesem Jahr etwas anders als in den Vorjahren. Weil die Stadtbibliothek aufgrund der Pandemie einige Wochen geschlossen hatte und eine Ausstellung der Bücher nicht möglich war, mussten die Werke kontaktlos an die Bücherei geschickt werden.

Statt sein ausgewähltes Buch bei der Stadtbibliothek einfach abzugeben oder einzusenden, galt es nun, zu Hause das schwerste Buch zu suchen, es auf eine Waage zu legen, das Buch mit angezeigtem Gewicht zu fotografieren und das Bild an die Stadtbibliothek zu schicken.

Die Einsendungen kamen aus allen Himmelsrichtungen. „Der Einzugsbereich reichte von Waldwimmersbach bis Reilingen“, freute sich Elisabeth Klett. Die mehrheitlich per E-Mail oder auf dem Postweg eingesendeten Fotos mit den schwersten Buchwerken wurden von ihr ausgedruckt und an den Wänden der Bibliothek aufgehängt. Besonders witzig fand Klett auch die Waagen, mit denen das Gewicht der Bücher bestimmt wurde. Diese waren es ebenso wert, beachtet zu werden, wie die schwersten Bücher.

Etliche Teilnehmer nahmen zum Wiegen digitale Küchen- oder Personenwaagen, andere nutzten alte Küchenwaagen mit Gewichten. Einer wusste sich mit einer Kofferwaage zu helfen und auch die integrierte Waage einer Thermomix-Küchenmaschine wurde zur Gewichtsbestimmung der dicken Wälzer herangezogen.

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