Eppelheim

SPD-Ortsverein Interkommunale Info-Radtour mit dem Bundestagsabgeordneten Lothar Binding /Fürs Verkehrsministerium ist das Thema Lärmschutz an der A 5 erledigt

„Das Umdenken in Sachen Mobilität hat begonnen“

Eppelheim.Beim Thema Mobilität sollte der Blick nicht auf das Heute, sondern auf das Morgen gerichtet werden. Dies machte der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding bei einer interkommunalen Info-Radtour deutlich. Der SPD-Ortsverein hatte unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Marcel Guckland eine Tour mit verkehrspolitischen Themen und verschiedenen Etappen-Stopps ausgearbeitet, die auch auf Heidelberger Gemarkung führte.

Der Start mit 20 Mitradelnden erfolgte am Rathaus. „Wir wollen heute von der Politik Antworten auf die Verkehrsprobleme vor Ort bekommen und hören, welche Möglichkeiten an Mobilität gefördert werden“, verdeutlichte Guckland.

Immer wieder Beschwerden

Erster Halt war an der Hauptstraße und der neu gebauten Brücke zwischen Eppelheim und dem Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund. Hier ging es um die wenig effektive Lärmschutzwand entlang der A 5, die die Anwohner nur sehr gering vor Autobahnlärm schützt. „Lärmbeschwerden gibt es immer wieder“, konnte Bürgermeisterin Patricia Rebmann, die auch an der Radtour teilnahm, berichten. Beim zuständigen Verkehrsministerium in Berlin hat sie bereits wegen der Lärmbelastung für die Anwohner entlang des Autobahnabschnitts interveniert und nach der Ausweitung auf drei Fahrspuren auf der A 5 eine Verbesserung des Lärmschutzes gefordert. Bislang aber vergebens. Denn das Verkehrsministerium war der Ansicht, dass in dem Abschnitt keine extra Fahrspur hinzukam, sondern nur die vorhandene Standspur auf beiden Seiten ausgebaut wurde, damit sie bei erhöhtem Verkehrsaufkommen befahren werden darf.

Wie Lothar Binding in dieser Sache mitteilte, sei der Ausbau der A 5 in diesem Bereich und der dazugehörige Lärmschutz für den Bund abgeschlossen. Um eine Veränderung und Verbesserung herbeizuführen, bräuchte es eine Neubewertung der Situation, die Eppelheim auf eigene Kosten initiieren müsste.

Über die neue Autobahnbrücke und die ausgewiesene Spur für Radfahrer ging es in den Pfaffengrund. Dort wurde über das Fahrrad als Verkehrsmittel diskutiert. „Die Infrastruktur gibt bei uns in der Region leider noch nicht so viel her, dass man schnell und gut mit dem Rad überall hinkommt“, stellte Marcel Guckland hervor und wollte wissen, wie die Bundes-SPD dazu steht.

Transformation wird kommen

Der Abgeordnete verwies auf das Radausbauprogramm, das der Bund auf den Weg gebracht hat, um Radwegenetze und Radschnellverbindungen zwischen den Städten zu fördern. „Das dominante Verkehrsmittel ist leider immer noch das Auto“, bedauerte Binding. Daher sollte der öffentliche Nahverkehr gefördert werden, um Pendlern den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu erleichtern. Ordnungspolitisch hätten Kommunen die Möglichkeit, mit der Ausweisung von Fahrradstraßen dem Radverkehr mehr Raum zu geben oder auch Car-Sharing anzubieten und mit Ladestationen die E-Mobilität zu fördern. „Das Umdenken in Sachen Mobilität hat begonnen“, so der Abgeordnete. Die große Transformation der Mobilität werde kommen und neue Entwicklungen und Möglichkeiten mit sich bringen. Mit Blick in die Zukunft gelte es, die Mobilität neu zu organisieren, erklärte Binding.

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