Eppelheim

Rudolf-Wild-Halle Beim Filmfest der Generationen Informationsangebot mit Kinoabend kombiniert

Den Alltag lebendig gestalten

Archivartikel

Eppelheim.„Wo und wie will ich mich einbringen?“ Antworten auf diese Frage und viele Anregungen lieferte das 10. Europäische Filmfestival der Generationen, das sich in diesem Jahr mit dem Thema „Lebendiger Alltag“ befasste. Stadt und Arbeitsgruppe Demographie hatten dazu ins Foyer der Rudolf-Wild-Halle eingeladen.

Die gute Mischung aus Informations- und Aktionsangeboten, regem Austausch und gemütlichem Kinoabend hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und wurde daher beibehalten. Es gab sechs verschiedene Informationsstände und genügend Zeit, mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen, Ideen mitzunehmen und Wünsche vorzubringen. Bürgermeisterin Patricia Rebmann und Elisabeth Klett als Sprecherin der Arbeitsgruppe eröffneten den Begegnungsabend der Generationen.

Jeder kann sich einbringen

Der Informationsabend diene dazu, dass jeder, egal welchen Alters, schauen kann, wo er gebraucht wird oder wie er seine Freizeit gestalten möchte. Eppelheim biete dazu genügend Möglichkeiten. „Jeder kann sich so einbringen, wie es ihm guttut, um anderen Gutes zu tun“, hob die Bürgermeisterin hervor. Gebraucht zu werden, sei ein schönes Gefühl. Ebenso wichtig sei es, solange wie möglich aktiv am Leben teilhaben zu können.

Das Seniorenzentrum „Haus Edelberg“ war mit Einrichtungsleiter Timo Koch und Kollegin Larissa Strophff vor Ort. Ihre Angebote drehten sich um das Thema „Gebraucht werden“. Interessierte Bürger können beispielsweise im Seniorenzentrum den Bewohnern vorlesen, mit ihnen spazieren gehen, Spiele spielen oder sie zum wöchentlichen Gottesdienst begleiten.

Am nächsten Stand zeigte die Arbeitsgruppe Demographie auf, welche Möglichkeiten Jung und Alt haben, sich in der Gesellschaft ehrenamtlich einzubringen. Anneliese Bittler und Dieter Hölzel informierten. So kann man beispielsweise in den Schulen Lern-Begleiter oder Lese-Pate werden oder sich in der Stadt um die Fairteiler Hütte kümmern, wo Lebensmittel weitergegeben werden, die zu schade für die Mülltonne sind. Die AG Demographie notierte auch Wünsche der Besucher für Angebote, die bisher in Eppelheim fehlen.

Hans-Eberhard Steffen, Christa Burkhardt und Doris Bieniek warben für die Angebote des Bürgerkontaktbüros. Wer in den Ruhestand geht, müsse seine Arbeit loslassen, mit der er sich identifiziert hat. Er muss andere Werte in sich entfalten, damit er lebendig bleibt. Fit bleiben, Spaß haben und Gemeinschaft erleben – das kann man beim BürgerKontaktBüro in vielfacher Form. „Wir suchen gerade auch noch Mitstreiter für unser Gedächtnistraining, das jeden Donnerstag von 15.30 bis 17 Uhr im Rathauskeller stattfindet“, informierte Vereinsvorsitzender Hans-Eberhard Steffen.

Wer Tiere und Natur liebt, ist beim Naturschutzbund gut aufgehoben. Die Gruppe Heidelberg war mit einem Infostand vertreten. „Wir haben Programme für Jung und Alt und insgesamt 14 Arbeitskreise“, war zu erfahren.

Elisabeth Sauer warb für Engagement im Kreisseniorenrat. Sie hatte einen Wegweiser für Senioren dabei und verteilte auch Notfallmappen. Der Förderkreis der Stadtbibliothek hatte ein Quiz mitgebracht. Hannelore Herrmann und Inge Wintermantel vom Vorstandsteam warben um neue Mitstreiter, die unter anderem gerne das Bücherregal am Wasserturm betreuen würden.

Für Neustart ist es nie zu spät

Nun wurde das Foyer zum Kinosaal. Gezeigt wurde der schwedische Kinofilm „Britt-Marie war hier“, in dem eine betrogene Hausfrau einen Neustart wagt und Trainerin einer Jugendfußballmannschaft wird. Auf köstliche Weise wurde deutlich: Es ist niemals zu spät, ein neues Leben zu beginnen. sge

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