Eppelheim

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Abiturienten werden in der Ernst-Knoll-Sporthalle verabschiedet / Jahrgang erreicht Gesamtschnitt von 2,32

Drei junge Frauen mit der Traumnote 1,0

Eppelheim.In diesem Jahr der außergewöhnlichen Ereignisse war auch die Abiturfeier am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) von einigen Besonderheiten geprägt: Traurig war für die Abiturienten, dass sie wegen der Corona-Vorschriften nicht wie gewohnt in der Rudolf-Wild-Halle mit Familien und vielen Lehrern ein rauschendes Fest feiern durften. Ebenso war der beliebte Abistreich den Corona-Regeln zum Opfer gefallen.

Stattdessen wurde in der Ernst-Knoll-Sporthalle gefeiert, anwesend waren außer den 45 Abiturienten die Schulleitung und die Lehrer der vierstündigen Kurse. Die Abiturienten saßen auf Stühlen in gebührendem Abstand und nur zur Verleihung der Zeugnisse und Preise durften sich die betreffenden Eltern hinten in der Halle kurzfristig aufhalten.

Maske mit Motto

Trotz dieser Einschränkungen ließen sich die Abiturienten und ihre Familien die Freude über den erreichten Schulabschluss nicht nehmen: Alle hatten sich schick angezogen. Jeder Teilnehmer wurde mit dem derzeit angesagtesten Mode-Accessoire versorgt: einer Mund-Nasen-Maske mit dem aufgedruckten Abimotto „CoronABI – kranker Abgang“.

In seiner Ansprache lobte Schulleiter Thomas Becker die Abiturienten für ihre überdurchschnittlichen Leistungen. Trotz der wochenlangen Corona-bedingten Schulschließung hat der Abiturjahrgang des DBG einen sensationellen Gesamtschnitt von 2,32 erreicht, was besser als der letztjährige Landesdurchschnitt ist. Besonders freuen durften sich Ann-Christin Herdt, Isabelle Bultmann und Lucia Montgomery, die alle drei jeweils den Schnitt von 1,0 erzielten – Ann-Christin als Punktbeste von ihnen. Es wurden viele Preise an verschiedenste Schüler des Jahrgangs verliehen, so erhielt Lucia Montgomery gemeinsam mit Janina Roth den vom Freundeskreis vergebenen Bonhoeffer-Preis.

Launige Reden lockerten die Feier auf, so sprachen Dirk Schüssler und Sarah Bouzidi im Namen des Lehrerkollegiums und erinnerten an den gemeinsamen Landheimaufenthalt in der 6. Klasse auf Amrum oder an die Studienfahrten nach London und Amsterdam zu Beginn der 12. Klasse.

Noah Förster und Jonathan Nkufi zogen ein humorvolles Fazit ihrer Schulzeit und Dr. Martin Bultmann ging in seiner Elternrede auf die Zeit des Lockdowns ein. Eine Überraschung wartete auf die Schulabgänger, als sie mit ihrem Zeugnis die Halle verließen: Die Eltern ließen sie mit einem Hupkonzert aus den Autos hochleben. Einige Familien hatten großformatige Glückwünsche auf Karton dabei und hielten diese jubelnd in die Höhe. Andere hatten Plakate mit Einschulungsbildern ihrer Kinder gestaltet, um zu zeigen, wie schnell die Schulzeit verging. Jeder erhielt einen Luftballon, der in die Lüfte losgelassen wurde – ein Bild für die Freiheit, in die die Abiturienten nun entlassen sind. sge/zg

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