Eppelheim

Die Grünen Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs

„Egoismus gefährdet den Frieden“

Eppelheim.In einer gemeinsamen Erklärung erinnern Ortsverband und Gemeinderatsfraktion der Eppelheimer Grünen an das Ende des Ersten Weltkrieges am 11. November 1918, das sich also am morgigen Sonntag zum 100. Mal jährt. „Vier Jahre wütete der Krieg in Europa, Asien und Afrika und forderte dabei weltweit über 17 Millionen Menschenleben. Die Zahl der Verwundeten ging ebenfalls in die Millionen. Die Landkarten Europas und des Nahen Ostens wurden nachhaltig verändert.

Wer Anfang des letzten Jahrhunderts nun dachte, der Schrecken des Krieges wäre ausreichend gewesen, um neue kriegerische Auseinandersetzungen zu verhindern, wurde getäuscht. Nur 15 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges übernahmen die Nationalsozialisten die Macht, führten die Welt in die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges“, heißt es in der Presseerklärung.

Erschreckende Parallelen

„Vieles in der heutigen politischen Situation weist erschreckende Parallelen zur Zeit vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg auf: Nationalisten mit völkischem und faschistoidem Gedankengut sind weltweit auf dem Vormarsch. Streit und neue Grenzen in Europa entstehen entlang ethnischer und religiöser Gruppen. Der Rückzug auf den Nationalstaat, Großmannssucht und egoistische Denkweisen gefährden den Frieden in Europa“, schreibt Martin Gramm für die Grünen.

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme weisen Ortsverband und Fraktion auf die Bedeutung der im Frühjahr nächsten Jahres anstehenden Europawahlen hin, um ein deutliches Zeichen für Europa zu setzten. „Europa ist Garant für Frieden, Versöhnung und Demokratie. Diese Werte gilt es mehr denn je zu verteidigen“, so die Grünen. zg

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