Eppelheim

Gemeinderat Martin Gramm (Grüne) kritisiert Stadtspitze

Erneut Zoff am Ratstisch

Archivartikel

Eppelheim.Zum Schluss der jüngsten Gemeinderatssitzung gab es wieder einmal Zoff zwischen Bürgermeisterin Patricia Rebmann und Stadtrat Martin Gramm (Grüne).

Gramm hatte in der Sitzung vom 25. Mai wissen wollen, wer Eppelheim bei der Eröffnungsaktion „1000 Bäume für 1000 Kommunen“ vertreten habe, ob die Stadt ein Baumkataster habe und ob aus dem Ertrag für den Verkauf „Die gute Schokolade“ bereits Bäume in Yukatan gepflanzt worden seien. Rebmann hatte damals geantwortet, die Stadt nehme an der Aktion teil, diese werde über Dossenheim abgewickelt. An einem Baumkataster werde aktuell gearbeitet und die Abrechnung für die Schokolade habe noch nicht stattgefunden. Die im Protokoll festgehaltene Antwort der Bürgermeisterin habe keine adäquate Auskunft enthalten, monierte Gramm.

Deshalb habe er sich an den Gemeindetag gewandt. Das Schreiben von dort, dass man zu Einzelprojekten der Kommunen keine Auskunft geben könne, sei auch an Rebmann gerichtet worden. Dass ihm, wie jedem anderen Bürger auch, das Recht zustehe, Informationen einzuholen, sei wohl unbestritten, meinte Gramm. Er bitte nochmals um Beantwortung seiner Frage, wer an der Eröffnungsveranstaltung der Aktion teilgenommen habe. Er wolle auch wissen, ob die Stadt Bäume pflanze oder einen finanziellen Beitrag leiste.

Es geht ums Protokoll

Die beiden werden wohl keine Freunde mehr. Nach der Januar-Sitzung hatten sie sich schon einmal gestritten. Gramm hatte damals eine Ergänzung des Protokolls gewollt und auch bekommen. Es war um eine Mail gegangen, die Bauamtsleiter Michael Benda an Gramm gar nicht abgeschickt hatte, Bürgermeisterin Patricia Rebmann wollte die Mail aber gesehen haben. „Sie wollen nicht glauben, was man Ihnen sagt“, ärgerte sich Rebmann über die Vorwürfe des Grünen-Stadtrats. Es stehe alles richtig im Protokoll: „So eine Unterstellung finde ich schon heftig.“

Gramm schimpfte zurück: Er werde diese Informationspolitik der Verwaltungsspitze weiterhin nicht hinnehmen „und mich dagegen wehren, wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt wird, ich könnte zum Beispiel weder Mails noch Protokolle lesen“. vw

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