Eppelheim

Christkönigkirche „Ferrara Duo“ harmoniert perfekt

Fagott und Gitarre vereint

Eppelheim.Wie gut, wenn Musiker und Veranstalter flexibel sind und in Corona-Zeiten ein Ausweichquartier zur Hand haben. So konnte das Konzert mit dem „Ferrara Duo“ der Reihe „Musik in der Josephskirche“ in der größeren Christkönigkirche stattfinden. „In der Josephskirche hätten wir Corona-bedingt nur 25 Sitzplätze gehabt, hier haben wir 100“, erklärte Susanne Kuhlmann-Krieg vom Organisationsteam.

Der Umzug von der kleineren in die größere Kirche erwies sich als goldrichtig: Über 50 Besucher wollten das Konzert mit Annina Holland-Moritz und Stefan Conradi nach der langen Corona-Pause hören. Sie wurden mit vortrefflicher Musik und der seltenen Kombination von Fagott und Gitarre belohnt. Annina Holland-Moritz kommt aus Mannheim. Das Fagottspiel erlernte sie im Alter von elf Jahren. Am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main studierte sie das Fach Fagott und schloss ihr Studium als Musiklehrerin ab.

Ein Studium zur Musiktherapeutin machte sie an der Hochschule Heidelberg. Annina Holland-Moritz unterrichtet seither Fagott und Musiktherapie an verschiedenen Musikschulen in der Region und spielt in diversen Orchestern. Stefan Conradi wurde 1960 in Istanbul geboren und entschied sich in seiner Jugend für die Gitarre als Instrument. 1981 war er Preisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Sechs Jahre später schloss er sein Studium an der Hochschule für Musik in Karlsruhe ab. Nach einem Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien arbeitet Stefan Conradi jetzt bei einem Musikverlag.

Aus verschiedenen Epochen

Außerdem ist er in verschiedenen Ensembles und Orchestern als Gitarrist, Kontrabassist und E-Bassist aktiv. Mit Annina Holland-Moritz musiziert er seit zehn Jahren. Unter dem Namen „Ferrara Duo“ haben sich die beiden mit musikalischen Kleinoden aus den verschiedensten Epochen, die es für die außergewöhnliche Besetzung von Fagott und Gitarre gibt, einen überregionalen Ruf erarbeitet.

Annina Holland-Moritz und Stefan Conradi harmonierten ausgezeichnet, ob als Musiker oder als Moderatoren. Ihr Konzert eröffneten sie mit Georg Philipp Telemanns „Sonate in e-Moll“ für Fagott und Gitarre. Es folgten Werke von Jean Baptiste Senaillé, Richard Wagner, Ralph Vaughan Williams und Edward Elgar. Sogar Musik von Udo Jürgens hatten sie im Gepäck. Stefan Conradi wusste mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Guiseppe Antonio Brescianello und Joaquin Turina für „Gitarre solo“ zu gefallen. Die Konzertbesucher erfuhren auch einiges über die Entwicklung des Fagotts als „Instrument der Liebe“ und der Gitarre, die ebenso wie die Laute oft bei Minnegesang und Brautwerbung zum Einsatz kam. sge

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