Eppelheim

Gemeinderat Für den Umbau der Endhaltestelle der Straßenbahn soll gegen Ende 2020 Baubeginn sein / RNV geht von positivem Bescheid für Zuschussanträge aus

Fortführung der Gleise nach Plankstadt möglich

Eppelheim.Das Fahrgastunternehmen Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) gibt seinen Sachstandsbericht normalerweise im Technischen Ausschuss ab. Dieses Mal informierten Projektleiter Paul Ritze und Fahrbetriebsleiter Franz-Wilhelm Coppius aber den Gemeinderat über zwei aktuelle Projekte.

An der neuen Autobahnbrücke wurden noch Restarbeiten erledigt. Die Endstücke an den Geländern auf beiden Seiten der Rampe wurden ergänzt. Außerdem wurden Ausgleichspflanzungen durchgeführt. Der Lückenschluss der Lärmschutzwand sei „so gut wie erledigt“, entschuldigte sich Ritze bei den Anwohnern, dass sich die Maßnahme so lange hingezogen hat. Insgesamt 28 Bauunternehmen seien angefragt worden, nur von drei Firmen habe man ein Angebot bekommen. Mitte Dezember sollen auch wirklich alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Aufarbeitung von möglichen Bauschäden laufe noch, meinte der Projektleiter: „Wir sind in Kontakt mit Anwohnern, die Schäden gemeldet haben.“ Derzeit sei man dabei, die Endabrechnung sowie die Zusammenstellung der einzelnen Kosten durchzuführen. Im Frühjahr soll das Zahlenwerk den Beteiligten vorgestellt werden.

Land erhöht den Fördertopf

Eine erfreuliche Nachricht traf vor kurzem ein: Der Rhein-Neckar-Kreis hat Eppelheim 524 000 Euro für den Kreisverkehr zugesagt. Das Geld dürfte Anfang nächsten Jahres, wenn der Gesamthaushalt des Rhein-Neckar-Kreises verabschiedet ist, ausgezahlt werden. Für das Projekt Endhaltestelle Kirchheimer Straße läuft voraussichtlich im ersten Quartal der Planfeststellungsbeschluss an, sagte Ritze. Das Land erhöhe den Fördertopf. Die Bezuschussungsquote im Landesgemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz (LGVFG) werde von 50 auf 75 Prozent angehoben. Man dürfe sich jetzt statt auf 900 000 Euro auf knapp 1,4 Millionen Euro freuen. Der Förderantrag geht Anfang nächsten Jahres raus. Der Anteil für Eppelheim sinkt trotz gestiegener Gesamtkosten, so die freudige Botschaft.

Der Rahmenterminplan verschiebt sich etwas nach hinten. Demnächst werden die Ausschreibungen zum Umbau der Endhaltestelle vorbereitet, damit die Vergaben im Frühjahr starten können. Nach der Genehmigungsplanung beginnt dann die tatsächliche Ausführung. Baubeginn könnte Ende 2020 sein. Das Projekt könne auch nicht mehr diskutiert werden, weil man sich im laufenden Planfeststellungsverfahren befinde, es gebe einen Gemeinderatsbeschluss, machte Ritze klar: „Unsere Planung ist Stand heute unantastbar.“ Beim Umbau der Endhaltestelle sei die Fortführung der Gleise in Richtung Plankstadt möglich, bestätigte Franz-Wilhelm Coppius. Die RNV gehe davon aus, dass alle Zuschussanträge geprüft und positiv beschieden würden.

Lange Variobahnen

Das Gremium diskutierte noch darüber, ob an den Haltestellen Jakobsgasse, Rathaus und am Endpunkt Kirchheimer Straße die 40 Meter langen Variobahnen halten können. Das K.-o.-Kriterium für die langen Bahnen sei immer noch die Endhaltestelle, meinte Coppius. Die Haltestellen Rathaus und Jakobsgasse könnten aber auf die erforderliche Länge barrierefrei ausgebaut werden. Man habe bisher immer Lösungen gefunden. Zum Schluss gab es noch Lob für die RNV. Die Straßenbahnen seien pünktlicher geworden als noch vor einem halben Jahr, war sich der Gemeinderat einig.

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