Eppelheim

Buchwoche Veranstaltung dauert fünf Tage / Motto lautet „Aufbruch zu neuen Ufern“

Georgien – literarisch, kulinarisch, kulturell

Archivartikel

Eppelheim.Georgien ist in diesem Jahr nicht nur Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse. Das Land am Kaukasus steht auch im Mittelpunkt bei der am Montag startenden 10. Eppelheimer Buchwoche, die bis Freitag, 5. Oktober, stattfindet. Die Stadtbücherei hat sich zusammen mit ihrem Kooperationspartner, dem Eppelheimer Buchladen, Veranstaltungen ausgedacht, um das Land literarisch, kulinarisch und kulturell vorzustellen.

„Kooperationen bringen beide Seiten weiter und man erreicht auch unterschiedliche Zielgruppen“, stellten Bürgermeisterin Patricia Rebmann, Bibliotheksleiterin Elisabeth Klett und Buchladen-Inhaberin Dr. Christine Beil beim Pressegespräch in der Stadtbibliothek heraus. Am Beispiel Georgiens, das man in vielfältiger Form kennen und lieben lernen kann, wird auch das Thema Heimat beleuchtet. „Aufbruch zu neuen Ufern – vom Suchen und Finden“ wurde als spannendes Motto für die verschiedenen Veranstaltungen der Buchwoche gewählt.

Vom Aufbrechen und Ankommen

„Es geht um Identitätssuche, ums Aufbrechen und Ankommen in einer neuen Heimat, um Empfindungen und Erfahrungen“, verdeutlicht Elisabeth Klett die Intention der gewählten Thematik. Dabei geht es auch um Auswanderung, Flucht und Vertreibung. Zahlreiche Bürger, die bereits seit vielen Jahren in Eppelheim wohnen, seien als Flüchtlinge gekommen, weil sie früher oft unfreiwillig ihre alte Heimat verlassen und an anderer Stelle neu anfangen mussten, wurde berichtet.

Für Bürgermeisterin Patricia Rebmann hatte die Heimat-Thematik der Buchwoche einen ganz aktuellen Bezug: Erst vor wenigen Tagen zog sie mit ihrer Familie in ihre neue Heimat Eppelheim um.

Die Buchwoche startet am Montag um 19 Uhr mit der Eröffnung durch die Bürgermeisterin in der Stadtbibliothek. Nach einem Umtrunk erwartet die Besucher ein Vortrag von Familienforscherin Rita Laubhan aus Ludwigsburg. Anhand von Dokumenten und Fotografien berichtet sie von deutschen Wurzeln in Georgien. Unter dem Titel „Alexandersdorf – ein schwäbisches Dorf im Kaukasus“ geht die Buchautorin und Fachärztin im Hauptberuf auf die Auswanderung vieler Württemberger im Jahre 1817 und die Gründung schwäbischer Kolonien im Südkaukasus ein, wo auch vier Generationen ihrer Vorfahren lebten.

Unter dem Titel „Heimkehr in die Kindheit“ lädt Dr. Christine Beil mit ihrem Buchladen am Dienstag, 2. Oktober, um 19.30 zu einem Autorengespräch mit Anne Reinecke nebst Sekt und Häppchen in ihre Räume in der Scheffelstraße 14 ein. Die Ausnahmeautorin stellt ihren Debütroman „Leinsee“ vor. Die Teilnehmerzahl ist auf 35 Gäste begrenzt. Eintrittskarten gibt es im Buchladen.

Für Kinder ab vier Jahre spielt das Theaterensemble „Pohyb’s und Konsorten“ am Donnerstag, 4. Oktober, um 16.30 Uhr in der Stadtbibliothek das Stück „Der kleine Erdvogel“. In der Geschichte geht es um einen Maulwurf, der unbedingt fliegen will, und die Macht der Träume.

Spezialitäten, Lyrik und Prosa

„Literarisch & Lecker“ ist am Freitag, 5. Oktober, das Motto in der Stadtbibliothek. Ab 19.30 Uhr erwarten die Gäste „Spezialitäten, Lyrik und Prosa aus Georgien“. Der Buchautor und Georgienkenner Rainer Kaufmann und Bibliotheksleiterin Elisabeth Klett bieten Kulinarisches, Unterhaltsames und Spannendes. Es wird um eine Voranmeldung bis Montag, 1. Oktober, gebeten.

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