Eppelheim

Evangelische Gemeinde Kinder hören unter freiem Himmel die Geschichte von Abraham / Kalt wird es bei Bewegungsspielen nicht

Gottesdienst auf der Kirchenwiese

Eppelheim.Man muss in Corona-Zeiten nicht auf alles verzichten und braucht auch nicht den ganzen Sonntag zu Hause auf der Couch verbringen. Bestes Beispiel war der Familiengottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde unter freiem Himmel auf der Kirchenwiese. „Wir wollten etwas für Familien mit Kindern anbieten und das ist für alle draußen am sichersten“, erklärte Gemeindediakonin Johanna Hassfeld.

Das Team des „11-Uhr-Gottesdienstes“ mit Olaf Christiansen, Anette Schilling, Elena Dörich-de Graaf, Nicole Stiefel, Johanna Hassfeld und Pfarrerin Cristina Blázquez hatte die Gestaltung übernommen. Die Wiese hinter der Pauluskirche war dafür ideal. Hier war Platz genug, um trotz gebotenem Abstand gemeinsam einen kindgerechten Gottesdienst feiern zu können. Mit Geschichten, Musik, einem Bewegungsspiel zum Aufwärmen, kurzen Gebeten und interaktivem Segen vergingen die 30 Minuten wie im Flug.

Decke mitbringen

Wer wollte, konnte sich eine Decke oder Sitzunterlage mitbringen, damit es keinem auf den Sitzgarnituren auf der Kirchenwiese zu kalt wurde. Warm wurde es den Gottesdienstbesuchern gleich zu Beginn, als Anette Schilling vom Gottesdienstteam alle gedanklich in wärmere Gefilde entführte und ein lustiges Kamelrennen als Bewegungsspiel vorschlug, an dem jeder teilnehmen konnte, ohne seinen Platz verlassen zu müssen.

Für Kinder und Erwachsene hatte Kirchenrabe Konrad, dem Nicole Stiefel ihre Stimme lieh, eine Geschichte mitgebracht. Er erzählte, dass er leider vorübergehend aus dem Glockenturm ausziehen müsse, weil die Glocken geputzt werden sollen. Sein kuschelig weiches Nest verlassen zu müssen, in dem er sich so wohl fühlt, schmeckte dem gefiederten Freund gar nicht. „Umzug? Nein, danke!“, meinte Konrad. Erst als Elena Dörich-de Graaf ihm Mut zusprach und mit Abraham einen „Umzugsexperten aus der Bibel“ dazuholte, wich bei Konrad die Angst. Denn Abraham, dargestellt von Anette Schilling, erzählte aus seinem Leben. Und das war geprägt von einer großen Reise, zu der er im Auftrag Gottes mit seiner Frau aufbrechen musste. Der Abschied aus seinem Heimatort fiel ihm sehr schwer und er wusste nicht, wie sein neues Leben im Land Kanaan sein würde. Aber er wusste, dass Gott bei ihm sein und gut für ihn sorgen würde, konnten die Kinder von Abraham erfahren. Daher war er voller Vertrauen und scheute das Losziehen und Unterwegssein nicht.

Kirchenrabe Konrad schöpfte aus Abrahams Erzählungen Mut und ihm war gar nicht mehr so bange wegen seines bevorstehenden Umzugs. Pfarrerin Cristina Blázquez wusste den Familiengottesdienst auf wunderbare Weise musikalisch zu umrahmen.

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