Eppelheim

Technischer Ausschuss Autobahnbrücke ist fertig / Mögliche Verschönerung des Kreisels

Haltestelle wird barrierefrei

Eppelheim.Die neue Autobahnbrücke ist fertig. Die Testfahrten der Straßenbahn sind gelaufen. Ab Sonntag wird die Tram wieder im regulären Betrieb durch Eppelheim fahren. Fußgänger und Radfahrer dürfen schon ab Samstag über die Brücke, ab 21. Dezember sind dann die Autos dran. Projektleiter Paul Ritze gab in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses einen Sachstandsbericht der RNV ab. Auch nach der Inbetriebnahme seien noch einige Restarbeiten zu erledigen. Die Geländer entlang der Rampen müssen noch installiert werden. Die Geh- und Radwegunterführung muss an die Wilhelmstraße angeschlossen werden. Auf der Autobahn ist die Betondecke wiederherzustellen und der Lückenschluss bei der Lärmschutzwand auf Eppelheimer Seite fehlt auch noch. Am Verkehrskreisel der Kreuzung Haupt-, Hilda, und Mozartstraße sind noch Markierungsarbeiten zu erledigen sowie an den Überwegen und Inseln Reflexionsnägel anzubringen.

Im Januar erfolgen im Auftrag der Stadt Arbeiten in der Brückenstraße am maroden Abwasserkanal. Die Bauzeit beträgt etwa drei Wochen. Die Gesamtkosten bewegten sich immer noch im bisherigen Budgetrahmen von 18,5 Millionen Euro, versicherte Ritze. Derzeit würden schon erste Förderbeträge ausgezahlt. Die exakten Kosten könnten erst nächstes Jahr ermittelt werden.

Die Arbeiten an Gas- und Wasserleitungen sowie an schadhaften Kanälen schlagen mit etwa 400 000 Euro zu Buche. Es sei sinnvoll gewesen, diese Maßnahme gleich mitzumachen, so Ritze. Die Fördermöglichkeit liege bei 50 Prozent. Für Trudbert Orth (CDU) wirkt der neue Kreisel „sehr kahl“. Vielleicht könne auf der linken Fläche „etwas platziert werden, ein Kunstwerk oder ein Blumenkübel“, meinte Orth. So etwas sei möglich, wenn das Lichtraumprofil für die Straßenbahn eingehalten werde, antwortete Ritze.

Bei Optik nachbessern

Linus Wiegand (CDU) echauffierte sich, dass das Verkehrsrecht darüber bei der RNV liegt. Er habe die Planungen, vor allem bei der Ausführung des Kreisels, nie so gesehen, schimpfte er: „Aber der ganze Gemeinderat war ja dafür. Wir werden das noch zu spüren bekommen. Jetzt müssen wir damit leben, dass wir nicht mehr Chef im Ring sind.“ Auch für die Hauptstraße habe er eine „ganz andere Variante“ in Erinnerung, meinte Wiegand. Bernd Binsch (Eppelheimer Liste) hat sich den Kreisel ebenfalls „anders vorgestellt“. Das Rund sei „ziemlich schmucklos“, da müsse man bei Optik und Funktion wohl nachbessern.

Beim barrierefreien Ausbau der Endhaltestelle Kirchheimer Straße habe gerade das Genehmigungsverfahren begonnen, führte Ritze aus. Vor kurzem waren die Stellungnahmen von sechs Privateinwendungen und 58 Trägern öffentlicher Belange erörtert worden. Im Frühjahr sollen die Zuschussanträge rausgehen. Mit dem Planfeststellungsbeschluss rechne man bis Mitte nächsten Jahres. Die Inbetriebnahme der neuen Endhaltestelle dürfte nach einer Bauzeit von etwa vier Monaten Mitte 2020 kommen.

Diskutiert wurde noch, ob anstatt des lauten Gussasphalts auf der Brückenzufahrt und im Kreisel auch eine lärmmindernde Fahrbahndecke verbaut werden könnte und inwieweit Autos auf dem Gleiskörper in der Hauptstraße „mitfahren“ dürften. Ritze wollte nichts versprechen. „Kleinere Planänderungen“ könnten immer noch durchgeführt werden, meinte der Projektleiter. vw

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