Eppelheim

Diakonie Neuer Wegweiser vorgestellt / In der Broschüre finden sich Adressen und Ansprechpartner zu Themen wie Wohnen, Geld, Selbsthilfe und Gewalt

Hilfe in allen Lebenslagen auf insgesamt 70 Seiten

Archivartikel

Eppelheim.Der Diakonieausschuss der evangelischen Kirchengemeinde hat viel Zeit investiert und eine Menge wichtiger Informationen und Adressen zusammengetragen, um einen Wegweiser für Helfende und Hilfesuchende herauszubringen.

Die Broschüre ist für Bürger gedacht, die in eine Notlage geraten sind, Beratung suchen oder Hilfe benötigen und für Beratende, damit sie Ratsuchenden konkrete Adressen zur Hilfe nennen können. Die Vorstellung und Erläuterung des ersten Eppelheimer Wegweisers „Hilfe in allen Lebenslagen“ erfolgte im Dienstzimmer der Bürgermeisterin.

Die Anregung für die Broschüre kam von SPD-Kreis- und Stadträtin Renate Schmidt, zugleich Vorsitzende des Vereins „Erziehungsberatung und Frühhilfe für das Kind“ und der Arbeiterwohlfahrt Eppelheim. Federführend in die Hand genommen wurde die Erstellung des Wegweisers von Pfarrerin Cristina Blázquez, Anette Schilling, Elisabeth Klett und Annett Heiß-Ritter. Als Mitglieder des Diakonieausschusses der evangelischen Kirchengemeinde haben sie einen „Runden Tisch der Diakonie“ ins Leben gerufen.

Angeschrieben und eingeladen wurden alle, die in Eppelheim Verantwortung in beratender Funktion tragen. Stadtverwaltung sowie die evangelische und katholische Kirchengemeinde waren stets mit eingebunden. Bei den Treffen wurden die Fragen „Was haben wir vor Ort?“ und „Was fehlt?“ erörtert. Ein Beispiel: Es gibt einen Fair-Teiler in Eppelheim, wo jeder sein Zuviel an Lebensmitteln hinbringen kann, damit andere sie verwenden können und sie nicht in der Mülltonne landen. Was aber fehlt in der Stadt, ist ein Tafelladen, wo Mitbürger mit wenig Einkommen für wenig Geld regelmäßig einkaufen können.

Angebote in der Umgebung

Daher wurde nach entsprechenden Angeboten in der Umgebung gesucht und diese Adressen in den Wegweiser aufgenommen. In Schwetzingen gibt es den Tafelladen „Appel und Ei“, in Heidelberg kann man günstige Lebensmittel bei „Brot und Salz“ sowie im Tafelladen „Rat und Tat St. Elisabeth“ einkaufen.

Der Wegweiser „Hilfe in allen Lebenslagen“ soll laut Cristina Blázquez allen Menschen eine Orientierung bieten, die in ihrem Leben mit Problemen konfrontiert werden, schwierige Lebenslagen zu meistern haben, mit wenig Geld auskommen müssen oder auch einfach nur Rat und Zuspruch suchen. Grundlage für diese Zusammenstellung war der Heidelberger Wegweiser „Wo gibt’s Unterstützung, wenn’s nicht reicht?“ vom Heidelberger Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung.

Die Eppelheimer Diplom-Sozialpädagogin Annett Heiß-Ritter, die beim Diakonischen Werk der evangelischen Kirche in Württemberg als Referentin für den Bereich „Armut und Existenzsicherung“ tätig ist, hat bei der Erstellung der Broschüre den Löwenanteil der Arbeit übernommen und auch wertvolle Tipps geliefert.

Das 70-seitige Nachschlagewerk ist von den „Machern“ als „Geschenk an Eppelheim“ anzusehen. „Damit es Beratende leichter haben“, unterstrich Cristina Blázquez. Bürgermeisterin Patricia Rebmann konkretisierte: „Die Kommunen, der Rhein-Neckar-Kreis und die freien Wohlfahrtsverbände sowie privaten Träger haben verschiedene Angebote zur Unterstützung im Alltag eingerichtet. Doch es kostet viel Zeit, sich in der Vielfalt der öffentlichen und privaten Stellen auszukennen. Es ist auch nicht immer ganz einfach, die richtigen Ansprechpartner zu finden.“

Der Wegweiser zeige unbürokratisch alle relevanten Adressen und Möglichkeiten auf und erleichtere dem Einzelnen die gezielte Suche nach Hilfe oder Beratung. „Auch Beratende brauchen Unterstützung, weil es so viele verschiedene Zuständigkeiten gibt“, erklärte Rebmann. Sie verknüpfte mit der Vorstellung des neuen Wegweisers ihren Wunsch nach einer Gesellschaft, die sich gegenseitig in allen Lebenslagen unterstützt und sich um Einzelne sorgt. „Mit dieser Broschüre tragen wir gemeinsam dazu bei, unser Umfeld und das Miteinander ein Stück besser zu gestalten.“

Verleihen und Tauschen

In dem gut und übersichtlich gestalteten Wegweiser finden Rat- und Hilfesuchende Adressen und Ansprechpartner zu Themen wie Geld und Schulden, Wohnen und Unterkunft, Gesundheit und Selbsthilfe, Kinder und Jugend, Sucht, Not und Gewalt, Unterstützung im Alltag, Arbeit und Bildung, Verleih und Tauschen sowie verschiedene andere Themen mehr.

Ausgelegt ist der neue Diakonie-Wegweiser unter anderem im Rathaus, in der Stadtbibliothek und in den Beratungsstellen. Er ist auch auf der Homepage der Stadt unter www.eppelheim.de abzurufen.

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