Eppelheim

Bürgerkontaktbüro Boulegruppe zeigt Kindern beim Ferienprogramm den richtigen Umgang mit den Kugeln / Volker Heindel erklärt die Regeln

Immer Richtung „Schweinchen“ zielen

Archivartikel

Eppelheim.Kinder und Jugendliche fürs Boulespielen zu begeistern – das war das Ziel des Ferienprogrammangebots der Boulegruppe des Bürgerkontaktbüros. Volker Heindel und Helmut Wernz hatten schon gute Vorarbeit geleistet und auf den Boule-Bahnen am Dammarie-lés-Lys-Platz einen kleinen Übungsparcours aufgebaut. Die Kinder, die sich zum Ferienprogramm angemeldet hatten, sollten das Wurfspiel von Grund auf lernen. „Vorkenntnisse braucht man keine“, meinte Heindel.

In einer kurzen Einführung erfuhren die jungen Teilnehmer einiges zur Geschichte des weltweit beliebten Kugelsports. Am bekanntesten und am meisten verbreitet ist die Spielvariante „Pétanque“, weil sie für Freizeitspieler einfachere Regeln hat. Die offiziellen Spielregeln wurden von Volker Heindel gut erklärt.

Aus dem Stand

Beim Pétanque wird kein Anlauf genommen, sondern aus dem Stand geworfen – und zwar mit geschlossenen Beinen. Aus diesem Umstand leitet sich auch der Name ab. „Pieds tanqués“ heißt sinngemäß aus dem Französischen übersetzt „geschlossene Füße“. Aus den beiden Wörtern entwickelte sich mit der Zeit der Begriff „Pétanque“.

Bei einer Partie stehen sich entweder drei Spieler (Triplette), zwei (Doublette) oder jeweils nur ein Spieler (Tête-à-tête) gegenüber. Zu Beginn eines Spiels wird zunächst auf dem Boden ein Wurfkreis markiert oder ein Wurfkreis auf den Platz gelegt. Von dort wird die Zielkugel, die im Französischen „Cochonnet“ – zu Deutsch „Schweinchen“ – genannt wird, mindestens sechs und höchstens zehn Meter weit geworfen. Anschließend spielen die Mannschaften in entsprechender Reihenfolge ihre Kugeln.

Jeder Spieler muss sich in den Wurfkreis stellen, wenn er an der Reihe ist. Beendet ist das Spiel, wenn ein Team 13 Punkte erreicht hat oder die Zielkugel ins Aus gegangen ist.

Nach der Theorie war die Praxis dran. Gezeigt wurde den Kindern, wie man eine Boulekugel richtig greift, wie man den Wurfarm schwingt und wie man die Kugel locker aus dem Handgelenk in Richtung „Schweinchen“ wirft. Geübt wurden zuerst flache und dann hohe Würfe.

Wichtig sei vor allem ein guter Stand, verdeutlichte Volker Heindel. Sobald die Wurftechniken eingeübt waren, ging es um die Wurf- und Zielgenauigkeit. Mit den Augen werde das „Schweinchen“ angepeilt und mit dem Wurfarm werde schon beim Abwurf der Kugel Richtung „Schweinchen“ gezielt.

Die Ferienkinder versuchten im Anschluss mit ihren Kugeln so nah wie möglich an die kleine, farbige Zielkugel heranzukommen. Die Jungs lernten schnell und wurden für ihr Talent von den Organisatoren gelobt.

Mitspieler gesucht

Die Boulegruppe des Bürgerkontaktbüros wäre froh, wenn sich Kinder, Jugendliche oder Erwachsene ihnen anschließen würden. Die Spieler treffen sich das ganze Jahr hindurch zweimal in der Woche immer donnerstags und samstags ab 15 Uhr am Dammarie-lés-Lys-Platz und spielen auch bei Regen, Sommerhitze oder frostigen Temperaturen.

Es gibt eine natürliche Beschattung durch Bäume sowie einen kleinen Unterstand, der sowohl vor heißer Sommersonne als auch vor heftigen Regenschauern schützt. Derzeit zählt die gemischte Boulegruppe rund 15 Teilnehmer. Interessierte können jederzeit vorbeikommen und mitspielen. sge

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