Eppelheim

Wasserversorgung Abschlussrechnung für 2018 hat sich verzögert / Unterm Strich ergeben sich Einsparungen von 87 000 Euro

Jahresverbrauch verzeichnet Steigerung

Archivartikel

Eppelheim.Der Eigenbetrieb Wasserversorgung zeigt für das Wirtschaftsjahr 2018 einen Gewinn von knapp 107 000 Euro, der auf neue Rechnung vorzutragen ist. Die Verluste der vorangegangenen Jahre konnten ausgeglichen werden. Der Verbrauch ist stetig gestiegen, außerdem gibt es eine starke Steigerung beim Wasserverlust, was vermutlich auf größere Rohrbrüche zurückzuführen ist, teilte Kämmerer Hubert Büssecker in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Die Abschlussrechnung hatte sich verzögert und wurde erst im April dieses Jahres aufgestellt.

Wegen Buchungsproblemen, die mit dem Steuerberater und dem Rechenzentrum zu klären waren, hatte sich der Jahresabschluss dann bis Mitte Juli hinausgezogen. Die Bilanzsumme liegt bei knapp 5,5 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Investitionen von 50 000 Euro getätigt.

Für die Erneuerung des Rohrnetzes sowie für neue Hausanschlüsse waren 64 000 Euro in den Haushaltsplan eingestellt. Die Verbrauchsgebühr betrug nach wie vor 2,13 Euro pro Kubikmeter. Der Jahresverbrauch mit 767 000 Kubikmetern liegt deutlich über dem von 2017 mit 738 000 Kubikmetern. Eppelheim bezog von den Stadtwerken Heidelberg rund 824 000 Kubikmeter Wasser. Bei der Unterhaltung der Versorgungsleitungen war mit wesentlich mehr Aufwand gerechnet worden.

Pflege durch den Bauhof

Unterm Strich ergaben sich Einsparungen von 87 000 Euro. Der Wasserversorgung ist kein eigenes Personal zugeordnet. Alle Arbeiten werden im Rahmen des Betriebsführungsvertrages von den Stadtwerken Heidelberg erledigt, was die Unterhaltung und Pflege der Grundstücke und Gebäude angeht, vom Bauhof der Stadt Eppelheim. Seit Mitte 2017 ist der Wasserversorgungsbetrieb nur noch Netzbetreiber und Wasserlieferant, die Eigenförderung ist entfallen.

Die Hauptaufgabe wird künftig sein, das Wasserleitungsnetz soweit notwendig auszubauen und in einem guten Zustand zu erhalten. Die nicht mehr benötigten Gebäude und Grundstücksteile sollen an den Kernhaushalt der Stadt zurückübertragen werden. Der Gemeinderat stellte den Jahresabschluss für 2018 einstimmig fest.

Ohne Gegenstimmen ging auch die Verlängerung des Vertrages über die Betriebsführung um ein weiteres Jahr durch. Das Entgelt beträgt ab 1. Januar 144 000 Euro pro Jahr. Das entspreche einer sehr moderaten Steigerung von 0,7 Prozent, so Büssecker.

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