Eppelheim

Katholische Kirche Pfarrer Johannes Brandt weiht das neue Vortragekreuz / Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink sorgt für Robustheit

Jesus lädt mit offenen Armen ein

Eppelheim.Die Freude ist groß: Die katholische Kirchengemeinde erhielt ein neues Vortragekreuz für Gottesdienste und Prozessionen. Der Freude nicht genug: Gleich mehrere Spender ermöglichten seine Finanzierung (wir berichteten). Mit einem festlichen Gottesdienst wurde das Vortragekreuz nun von Pfarrer Johannes Brandt in der Christkönigkirche in der Rudolf-Wild-Straße geweiht. Gemeindeteamsprecher Tobias Kampmann erläuterte den vielen Gottesdienstbesuchern, warum eine Neuanschaffung notwendig geworden war.

Das alte Prozessionskreuz aus Holz war in die Jahre gekommen und beschädigt. Das Kreuz wackelte bei Prozessionen und beim Einzug der Ministranten in die Kirche und konnte daher nicht mehr länger genutzt werden. Mit der Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs ging das Gemeindeteam die Neuanschaffung an: Künstler wurden aufgerufen, Entwürfe einzureichen. Die Eppelheimer Künstlerin und Keramikmeisterin Nicole Wessels reichte einen Entwurf ein, der letztlich alle überzeugte. Sie hatte ihrem Werk den Titel „Umarmender Jesus“ gegeben. Ihr Vortragekreuz nehme sowohl die Geradlinigkeit des Kircheninnenraumes als auch die Struktur der Natursteine der Kirchenwände und die Rauheit des Lebens auf, führte Kampmann aus. Für das neue Prozessionskreuz hat Nicole Wessels einen Guss aus robustem Neusilber gewählt. Die Kupfer-Nickel-Zink-Legierung besticht mit hoher Korrosionsbeständigkeit, Festigkeit und silberähnlichem Aussehen.

Mit der granular wirkenden und silbrig schimmernden Oberfläche kann man sowohl das Leid Jesu als auch den himmlischen Glanz Gottes assoziieren. Ihre Aussagen, die sie in das 45 Zentimeter hohe und rund vier Kilogramm schwere Vortragekreuz eingearbeitet hat, sind künstlerisch dezent verpackt. Bewusst verzichtet wurde auf Wundmale. Für Offenheit und Begegnung stehen dagegen die weit geöffneten Arme der Figur: ein lebendiger Jesus, der mit offenen Armen allen Menschen begegnet. Die Gestik strahlt Beistand, Wärme, Trost, Kraft und Geborgenheit aus. „Man fühlt sich angenommen“, sagte eine Besucherin im Anschluss an den Gottesdienst. Für die Künstlerin gab von allen Seiten viel Lob für ihr Werk. sge

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