Eppelheim

Musikschule Präsenzunterricht im Elementarbereich beginnt wieder / Stadt stellt Containeranlage zur Verfügung

Kinder freuen sich übers Wiedersehen

Archivartikel

Eppelheim.Die Jüngsten mussten am längsten warten, bis sie sich wiedersehen und gemeinsam musizieren durften. Denn die Corona-Verordnung für Musikschulen sah erst im letzten Schritt vor, dass wieder Gruppenunterricht angeboten werden darf.

Als es endlich soweit war, dass ab dem 1. Juli der Unterricht im Elementarbereich für Jungen und Mädchen im Kindergartenalter wieder stattfinden und die musikpädagogische Arbeit aufgenommen werden durfte, stand die Musikschule Schwetzingen vor einem großen Problem: Normalerweise finden die Unterrichtsangebote im Elementarbereich für die jungen Schüler der Mitgliedsgemeinde Eppelheim direkt in den Kindergärten statt.

„Wir sind mit unseren Angeboten der musikalischen Früherziehung in den Kindergärten Villa Kunterbunt und St. Luitgard“, informierte der stellvertretende Musikschulleiter Philipp Wolfart. Die gewohnten Unterrichtsräume standen aber nicht zur Verfügung, weil aufgrund der aktuellen Pandemie-Verordnung alle Kindergarten-Räumlichkeiten ausschließlich vom Kindergarten genutzt werden dürfen.

Schwetzinger Gebäude ungeeignet

Den Elementarunterricht als Übergangslösung nach Schwetzingen ins Gebäude der Musikschule zu verlegen, war auch nicht möglich, weil sämtliche Unterrichtsräume der Musikschule bis unters Dach belegt sind. „Die Musikschule ist derzeit proppenvoll“, verdeutlichte der stellvertretende Musikschulleiter. Daher hat man die Stadt Eppelheim um Hilfe gebeten und sofort Räume zur Verfügung gestellt bekommen, teilte Wolfart mit.

Der 30-Jährige, der seit fünf Jahren im Rock-, Pop-, Jazz- und Elementarbereich an der Musikschule tätig ist und im vergangenen Herbst das Amt des stellvertretenden Musikschulleiters übernommen hat, konnte jetzt seinen Elementarunterricht in der kindgerecht ausgestatteten Containeranlage am Feuerwehrhaus wieder aufnehmen.

Die Container dienten zuletzt der evangelischen Kindertagesstätte Friedrich-Fröbel als Übergangsquartier bis der Kindergarten-Neubau im vergangenen Herbst fertiggestellt wurde und der Umzug erfolgte. Seither waren sie ungenutzt. Neben dem Elementarunterricht findet hier jetzt auch der Unterricht für die Schüler der Bläserklassen der Humboldt-Realschule statt, der von der Musikschule Schwetzingen als Kooperationspartner angeboten wird.

Gruppenaspekt fehlt den Jüngsten

Als Philipp Wolfart mit seinen Elementarschülern startete, war die Freude bei den jungen Musikern groß. Zwar habe man in der Zeit, in der kein Präsenzunterricht möglich war, dem Musiknachwuchs Unterrichtsvideos geschickt und auf Live-Chats gesetzt, aber den Schülern habe der Gruppenaspekt gefehlt. „Die Kinder haben sich alle sehr auf ein Wiedersehen gefreut“, wusste er.

Entsprechend den Corona-Richtlinien achtet nun der Musikschullehrer bei seinem Unterricht darauf, dass die Schüler genügend Abstand zueinander halten, sich zu Beginn der Stunde die Hände waschen und während des Unterrichts keine Instrumente untereinander tauschen. Auf dem Boden hat er als Platzhalter Turnreifen ausgelegt, damit die Schüler sich beim Musizieren und Bewegen nicht zu nahe kommen.

Nach der Unterrichtsstunde gilt es, die Kinder unter Aufsicht zu ihren Eltern zu bringen, alle Kontaktflächen im Musikzimmer zu desinfizieren und den Raum gut zu lüften. Wolfart hofft, dass nach den Sommerferien der Elementarunterricht zur Entlastung der Eltern wieder in den Kindergärten stattfinden kann, weil er dort fester Bestandteil des Kindergartenalltags ist.

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