Eppelheim

Grüne Forderung nach insektenfreundlichen Blumen

Netzwerk aus Blüten

Archivartikel

Eppelheim.Die Gesamtbiomasse der Fluginsekten ist in Deutschland um fast 80 Prozent zurückgegangen, so eine Pressemitteilung der Grünen. Viele Kommunen hätten es sich zur Aufgabe gemacht, die biologische Vielfalt vor Ort zu stärken. Auch Eppelheim soll nach dem Willen der Grünen eine Vorreiterrolle einnehmen. In der vergangenen Ratssitzung beantragten sie, dass ab 2020 an den Straßen und auf Grünanlagen der Stadt nur noch insektenfreundliche Pflanzen gepflanzt werden. Zudem soll eine Strategie zur ökologischen Aufwertung möglichst vieler Flächen entwickelt werden. Ziel ist es, ein Netzwerk aus blühenden Flächen zu schaffen. „Eppelheim tut hier schon einiges“, so Fraktionssprecherin Christa Balling-Gündling, „doch es wird nicht konsequent umgesetzt.“

Insbesondere die vielen Geranien sehen die Grünen kritisch. „So schön Geranien auch sind, für Insekten sind sie nutzlos“, erklärt Hubertus Mauss. Alternativen seien Goldzweizahn, ungefüllte Zinnien, Fächerblumen oder Männertreu. Wichtig sei es, verschiedenste Blumen zu pflanzen, die bis in den späten Herbst blühen. Und was ist mit Pestiziden? Hier sei Eppelheim bereits Vorreiter, so die Grünen: Laut Auskunft des Umweltamts sind die städtischen Grünanlagen schon jetzt weitgehend pestizidfrei. Dennoch hakte die Fraktion nach: Was passiert mit den Restbeständen? Welche Auflagen gelten bei verpachteten Flächen? Eine Antwort steht noch aus. Hubertus Mauss: „Die Stadt muss gegenüber der Öffentlichkeit durch eigenes Handeln eine Vorbildfunktion einnehmen und einen Beitrag zur Stärkung der Biodiversität vor Ort leisten.“ zg

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