Eppelheim

Gemeinderat Stadt unterstützt Turnverein mit rund 15 000 Euro

Neue Flutlichtanlage

Eppelheim.Die in die Jahre gekommene Flutlichtanlage auf dem Gelände des Turnvereins (TVE) muss erneuert werden, daran führt kein Weg vorbei. Bis zur jüngsten Sitzung des Gemeinderates allerdings lag noch ein Stein auf eben diesem Weg: Der Verein hat nicht genügend Geld, um die Anlage allein zu kaufen. Mit dem einstimmigen Votum der Ratsmitglieder steuert nun die Stadt die fehlenden 15 178 Euro bei – auch, wenn diese Summe nicht den Richtlinien entspricht.

Der Turnverein hatte im Vorfeld drei Angebote eingeholt und sich für das wirtschaftlichste entschieden. Die Firma Kempf aus Walldorf würde für die moderne LED-Anlage rund 70 000 Euro in Rechnung stellen. Auch der Allgemeine Sportverein (ASV) hat bereits gute Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht, wie die Verwaltung anmerkte. Rund 16 500 Euro hat der Bund aus KFW-Mitteln zugesagt, 15 000 Euro will der Badische Sportbund beisteuern und rund 10 000 Euro zahlt der TVE selbst.

Gemäß der Vereinsförderrichtlinien zahlt die Stadt 25 Prozent des vom Badischen Sportbund (BSB) anerkannten förderfähigen Betrages. Dieser beträgt bei Flutlichtanlagen 50 000 Euro – macht also 12 500 Euro Zuschuss. Den bereits erwähnten Fehlbetrag von 15 178 Euro kann der Verein nicht selbst aufbringen, denn die Mittel des Bundes werden erst im Laufe des Jahres ausgezahlt, das Geld vom BSB wahrscheinlich erst 2023. Deshalb musste der TVE ohnehin schon einen Kredit über 27 000 Euro aufnehmen. Im Hinblick auf die pandemiebedingten Ausfälle auf der Einnahmenseite keine rosigen Aussichten.

Doch der Verein kann aufatmen. „Der TVE hat sich in der Vergangenheit hervorragend eingebracht – gerade jetzt wieder beim Ferienprogramm“, erklärte Trudbert Orth (CDU), „die CDU spricht sich dafür aus, das zu honorieren.“ Außerdem beantragte die Fraktion der Christdemokraten, die immerhin schon 30 Jahre alte Richtlinie zur Vereinsförderung zu überarbeiten. Dem schlossen sich auch die Grünen an. „Die Vereine sind gerade in dieser Zeit das Rückgrat der Stadtgemeinschaft“, sagte Marc Böhmann, „der TVE leistet großartige Arbeit, sowohl in der Jugend- und Erwachsenenarbeit, als auch bei der Integration und Inklusion.“

Böhmann regte an, zu prüfen, ob der Verein auch Corona-Hilfen des Landes beantragen könne und plädierte dafür, bei der Flutlichtanlage auf eine insektenfreundliche Beleuchtung mit regulierbarer Helligkeit zu achten. Auch SPD und Eppelheimer Liste lobten die Vereinsarbeit des TVE und forderten eine Modernisierung der Richtlinie. Gestärkt mit so viel Rückhalt aus dem Gemeinderat und den freigegebenen Finanzmitteln kann der Verein nun die Beleuchtung auf dem Sportplatz unbesorgt auf den Stand der Zeit bringen.

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