Eppelheim

Technischer Ausschuss Innenbereich der Stadt könnte laut Planungsbüro verdichtet werden

Platz für Wohnraum ist da

Eppelheim.Eppelheim unterliegt einer stetigen Nachfrage nach Grundstücken für eine Wohnbebauung. Bevor weitere Flächen im Außenbereich erschlossen werden, möchte die Stadt bestehende Potenziale zur Nachverdichtung und Innenentwicklung innerhalb der Ortslage in Anspruch nehmen. Der Blockbereich zwischen der Schützenstraße und der Rudolf-Wild-Straße weist bereits verschiedene Erweiterungs- und Neubauvorhaben auf.

Weitere bauliche Veränderungen sind absehbar. Deshalb möchte die Verwaltung einen planungsrechtlichen Rahmen schaffen für das nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans liegende Gebiet. „Eppelheim bietet große Potenziale, um im Innenbereich weiteren Wohnraum zu schaffen“, erläuterte Ulrich Villinger vom Ludwigshafener Planungsbüro Piske in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses den Vorentwurf für den Bebauungsplan „Zwischen Schützenstraße und Rudolf-Wild-Straße“. In dem Gebiet sind aufgrund der vorhandenen Baustruktur rückwärtige Anbauten an bestehende Gebäude grundsätzlich denkbar. Wesentliches Ziel sei neben der Schaffung eines planungsrechtlichen Rahmens die Sicherung eines Mindestanteils an Grünzone innerhalb der bebauten Ortslage, führte Villinger aus.

Grüne wollen mehr Umweltschutz

Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen wird auf die Durchführung einer Umweltprüfung und auf die Erstellung eines Umweltberichtes verzichtet. Christa Balling-Gündling (Grüne) sah die Sache kritisch, sie könne „keine zukunftsfähige Nachverdichtung erkennen“.

Der Bebauungsplan müsse schon bestimmte Voraussetzungen bezüglich des Umweltschutzes erfüllen. Es fehle ein Klimaschutzgutachten. Sie fragte, „was überhaupt noch an Begrünung möglich ist“. Villinger erläuterte die Vorteile eines beschleunigten Verfahrens. Der Artenschutz sei natürlich bindend einzuhaltendes Recht. Der Klimaschutz sei ein wichtiger Aspekt, „aber eine ganz massive Nachverdichtung ist da schon zulässig“. Trudbert Orth (CDU) betonte die Zielrichtung des Bebauungsplans. Jeder Bauherr sei ohnehin darauf bedacht, viel Grün um sein Haus anzulegen. Der Ausschuss gab, bei zwei Enthaltungen der Grünen, eine einstimmige Empfehlung an den Gemeinderat ab, dem Planentwurf zuzustimmen und die Aufstellung des Bebauungsplans „Zwischen Schützenstraße und Rudolf-Wild-Straße“ zu beschließen. Der Entwurf kann jetzt durch die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung gehen.

Uneinheitlich stimmte der Technische Ausschuss über den vom Planungsbüro Piske erarbeiteten vorhabenbezogenen Planentwurf „Spitalstraße 32 - 34“ ab. Für den Bereich des Anwesens südlich der Spitalstraße beabsichtigt der Grundstückseigentümer, den rückwärtigen Bereich einer Wohnbebauung zuzuführen. Planungsrechtlich befindet sich die betreffende Fläche nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes.

Aufgrund der vorhandenen Baustruktur im Umfeld ist die angestrebte Bebauung bis in die gewünschte Tiefe bislang nicht zulässig. Insgesamt besteht zwischen der Spitalstraße und der Peter-Böhm-Straße ein größerer, zusammenhängender innerörtlicher Freibereich, der sich für eine Nachverdichtung eignet, führte Villinger aus.

Der Ausschuss gab mit fünf Ja-Stimmen von CDU und Freien Wählern sowie zwei Nein-Stimmen der Grünen bei fünf Enthaltungen die Empfehlung an den Gemeinderat, dem Planentwurf zuzustimmen und die Aufstellung des Bebauungsplans zu beschließen. vw

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