Eppelheim

Pauluskirche Weihnachtsgeschichte wird beim Krippenspiel lebendig / Schlussszene zeigt ein Bild des Hoffnung / Hautnah bei den Hirten auf dem Feld

Rund 40 Kinder haben Lampenfieber vor dem großen Auftritt

Archivartikel

Eppelheim.Heiligabend ist für Kinder ein ganz besonderer Tag. Sie freuen sich unbändig auf viele, schöne Geschenke unterm Weihnachtsbaum und können die Bescherung kaum erwarten.

Doch rund 40 Jungen und Mädchen aus Eppelheim freuten sich noch auf etwas ganz anderes: Sie spielten an Heiligabend beim Krippenspiel in der evangelischen Pauluskirche mit und ließen die Weihnachtsgeschichte mit dem Stück „Und Frieden auf Erden“ lebendig werden.

Mächtig Aufregung

Die Geburt eines Kindes in einem Stall zu Bethlehem sorgte nämlich vor etwas mehr als 2000 Jahren für mächtig Aufregung. „Alle fiebern ihrem Auftritt entgegen. Vor allem unsere Jüngsten sind schon nervös“, weiß Julia Robl. Die 23-Jährige organisiert nicht zum ersten Mal zusammen mit einer ganzen Schar an ehrenamtlichen Helfern das Krippenspiel. Fast 40 Kinder gilt es zu betreuen und anzuleiten. „Wir haben in diesem Jahr viele neue Gesichter dabei“, erfährt man von ihr. Die jüngsten Darsteller – wie Marie, Justus und Frieda - sind vier Jahre alt; Alissa ist mit zwölf Jahren das älteste Krippenspielkind. „Wir haben für dieses Mal ein Stück zur Aufführung ausgewählt, das keine dominanten Hauptrollen, dafür aber viele einzelne Sprechrollen hat und an manchen Stellen auch witzig ist“, erzählt sie.

Bevor an Heiligabend beim Familiengottesdienst in der Pauluskirche die Weihnachtsgeschichte von den jungen Darstellern textsicher und fehlerfrei aufgeführt werden kann, die Licht- und Tontechnik zu den Szenen passt und auch alle Kinder der Orff-Gruppe unter der Leitung von Katja Frank ihre Lieder einstudiert haben, braucht es in den Wochen zuvor einige Probetermine.

Proben mit Übernachtung

Sogar ein Probenwochenende mit Übernachtung im evangelischen Gemeindehaus hatte das Krippenspielteam eingeplant. Alle müssen wissen, wann sie dran sind und wie in der Kirche ihre Laufwege sind – auch Maria und Josef, die in diesem Jahr von der neunjährigen Nela und der zwei Jahre älteren Lynn gespielt werden.

Die Vorbereitungen liefen nach Plan. Nervosität und etwas Lampenfieber stellte sich bei den jungen Darstellern kurz vor der Aufführung ein. Aber davon merkten die vielen Besucher des Familiengottesdienstes in der vollbesetzten Pauluskirche nichts. Sie waren hautnah dabei, als die Hirten auf dem Feld die Nachricht vom Verkündigungsengel erhielten: „Fürchtet euch nicht. Siehe, ich verkündige euch große Freude. Denn euch ist heute der Heiland geboren!“

Hirten machen sich auf den Weg

Das Kind werde man in Windeln gewickelt in einer Krippe in einem Stall zu Bethlehem finden. Sogleich machten sich die Hirten auf den Weg, ebenso die Wirtsleute und die römischen Soldaten, die eben noch durch die Straßen Bethlehems patrouillierten.

Die Schlussszene war ein Bild des Friedens. Weder der mächtige Kaiser Augustus noch die Soldaten mit ihren Waffen haben das Sagen, sondern Gott, der seinen Sohn zur Erde schickte, um Frieden zu stiften. „Die Liebe Gottes regiert die Welt – bis heute!“, wurde verkündet. Alle waren aufgerufen, an dem von Gott gewollten Frieden auf der Welt mitzuwirken und ihn stets im Herzen zu bewahren.

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