Eppelheim

Theodor-Heuss-Schule Gewaltiges „Insektenhotel“ bietet Wildbienen und Wespen ein Zuhause / Schüler lernen in der Natur-AG wichtige ökologische Regeln

Schon zur Einweihung summt und brummt es

Eppelheim.. Tiere brauchen Rückzugsorte und Brutplätze – besonders in dicht bebauten Gebieten. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben deshalb nach einer Vorgabe von Peter Schmitt vom Bauamt ein Insektenhaus gebaut und es am nördlichen Eingang der Theodor-Heuss-Schule aufgestellt. Damit hat die Stadt in zentraler Lage Wohnraum für Insekten geschaffen.

Das „Insektenhotel“ hat mit mehr als zwei Metern Höhe und Breite stattliche Maße und wurde mit den verschiedensten Materialien ausgestattet, um Solitärinsekten wie verschiedenen Wildbienen- und Wespenarten oder der Florfliege Unterschlupf und ein entsprechendes Brutquartier zu bieten. Das nützliche Bauwerk wurde zum Schutz der Insekten vor Vögeln mit einem Drahtgeflecht versehen.

Miteinander von Mensch und Tier

In einer Stadt, die mehr Grünflächen für die Tierwelt bräuchte, sei es wichtig, auch auf verhältnismäßig kleinen Freiflächen Lebensräume für Tiere zu schaffen, hob Bürgermeisterin Patricia Rebmann bei der Einweihung der Insektenunterkunft hervor. Insbesondere für gefährdete Bienen sei dies notwendig, damit sie ihrer wichtigen Funktion, dem Bestäuben der Pflanzen, nachkommen können. Ihr war es wichtig, bei jungen Menschen das Verständnis für einen sorgsamen Umgang mit der Natur zu wecken. Sie wünschte sich ein Miteinander von Mensch, Tier und Natur und hoffte in der Bevölkerung auf viele Nachahmer, die sich für ihre Gärten ein Insektenhaus zulegen oder nachbauen. Die Fachleute bei der Stadt, wie Peter Schmitt, der für Umweltschutz und Grünanlagen verantwortlich ist, könne man gerne für eine Beratung kontaktieren, betonte die Bürgermeisterin.

Wie Schmitt deutlich machte, sei es mit der Aufstellung eines Insektenhotels nicht getan. „Das beste Hotel funktioniert nicht, wenn es in der umliegenden Fläche keine Nahrung gibt.“ Daher wurde von den Mitarbeitern des Bauhofs in der Nachbarschaft des Insektenhauses eine Blumenwiese angelegt. „Je artenreicher die Umgebung desto vielfältiger ist das Bienenvorkommen“, wusste Schmitt.

„Ein echter Hingucker“

Der Dank der Bürgermeisterin galt Judith Herden, Rektorin der Theodor-Heuss-Schule. „Es freut uns, dass das Insektenhotel hier seinen Platz finden durfte.“ Es sei ein echter Hingucker, lobte Herden, wecke das Interesse der Schüler an den Bildungsplanthemen „Nachhaltigkeit“ und „Sensibler Umgang mit der Natur“.

Die Pflege und Betreuung der Insektenunterkunft übernehmen künftig Holger Hitzelberger und Peter Rösch, die bei der Natur-AG an der Theodor-Heuss-Schule den Schülern die verschiedenen Insektenarten und ihre Bedeutung für die Natur näherbringen wollen. Die Wildbienen, für die diese neue Unterkunft auch bestimmt ist, kamen bei der Einweihung übrigens wie auf Bestellung. sge

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