Eppelheim

Kindergarten St. Elisabeth Ski-Club überreicht vor Auflösung noch 1000 Euro/ Bei der Kerwe immer die Räumlichkeiten genutzt / Zusammenarbeit profitierte von Vertrauen

Spende wird für neue Spielsachen verwendet

Eppelheim.Es war eine der letzten Amtshandlungen von Hans Zimmermann und seiner Ski-Club-Vorstandschaft: Sie überraschten jüngst den katholischen Kindergarten St. Elisabeth mit einem Scheck über 1000 Euro. Der Beschluss der Skiclubmitglieder für dieses zweckgebundene Geldgeschenk erging einstimmig bei der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2018 und erfolgte noch vor der Abstimmung zur Vereinsauflösung.

Dass der Ski-Club ausgerechnet dem katholischen Kindergarten in der Scheffelstraße 1000 Euro spendete, hat einen guten Grund: Der Kindergarten stellte dem Verein jedes Jahr zur Kerwe unentgeltlich seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Der Ski-Club, der sein Kerwezelt 33 Jahre lang stets vor dem Kindergarten aufbaute, konnte Strom, Wasser und die Toiletten nutzen und die die Räumlichkeiten als Materiallager verwenden. „Das war für uns ein echter Glücksfall“, machte Ski-Club-Vorsitzender Hans Zimmermann deutlich.

Die stellvertretende Kindergartenleiterin Regine Wolz und Linus Wiegand als Vertreter der katholischen Kirchengemeinde als Träger des Kindergartens nahmen die Geldspende gerne entgegen. „Es freut uns sehr, dass der Ski-Club an uns gedacht hat. Es war über die Jahre hinweg immer eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, erklärten beide. Auch wenn der Kindergarten erst von Grund auf renoviert wurde, werde trotzdem immer wieder Geld benötigt, für die Anschaffung von neuem Spielmaterial oder für die Kindergartenausstattung, verdeutlichte Wiegand.

Hans Zimmermann hob zusammen mit seiner Frau Rosi und weiteren Gleichgesinnten vor 35 Jahren den Ski-Club aus der Taufe und ist seither dessen erster Vorsitzender. Doch die Tage seiner Amtszeit sind gezählt. Im Frühjahr 2018 musste Zimmermann schweren Herzens die Vereinsauflösung auf die Tagesordnung der Mitgliederversammlung nehmen. „Ich bedauere die Auflösung des Vereins sehr, aber wir sahen keine andere Möglichkeit“, sagte er.

Keine Nachfolger in Sicht

„Dem Verein fehlte der Zulauf an jungen Mitgliedern“, erklärte der 77-jährige Vorsitzende die Situation. Für sein Amt und weitere Positionen im Vorstand waren keine Nachfolger in Sicht. Zudem hatte der Verein in der Vergangenheit große Mühe, bei Festen genügend Helfer zu finden. „Unsere Mitglieder konnten das nicht mehr allein stemmen. Wir mussten bei der Kerwe Bedienungen anstellen“, erinnerte Zimmermann.

Nach der einstimmig beschlossenen Vereinsauflösung begann für den Skiclub die einjährige Liquidationsphase, die jetzt endet. Forderungen an den Verein gebe es keine mehr, informierte Zimmermann. Die letzten Formalitäten, die noch erledigt werden müssen, sei die Beantragung der Löschung des Ski-Clubs aus dem Vereinsregister. Das Restvermögen der Wintersportler geht laut Vereinssatzung an die Stadt. Reich wird Eppelheim dadurch nicht. Denn es handelt sich nur um einen Betrag im zweistelligen Bereich. e sg

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