Eppelheim

Ahmadiyya Muslim Jamaat Muslimische Gemeinde organisiert einen Spendenlauf für den guten Zweck / Geld geht an psychologische Beratungsstelle

„Sport fördert das Miteinander der Religionen“

Archivartikel

Eppelheim.„Begegnen, laufen, helfen“ – unter diesem Motto stand der „6. Charity Walk“ der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde. Start- und Zielbereich für den Kinderlauf und den Hauptlauf für Jugendliche und Erwachsene war am Gebetszentrum in der Wernher-von-Braun Straße. Auf die Kinder wartete eine 1000-Meter-Strecke, Jugendliche und Erwachsene hatten einen Rundkurs über vier Kilometer zu absolvieren.

Rund 80 Teilnehmer hatten sich für die beiden Laufstrecken angemeldet. Im Beisein des neuen Imam Wadjih Uddin Chaudry, der für die Ahmadiyya-Gemeinden Eppelheim, Schwetzingen, Heidelberg und Sinsheim zuständig ist, Bürgermeisterin Patricia Rebmann, Gemeinderäten und Vertretern der Psychologischen Beratungsstelle Eppelheim, die sich über den Erlös der Veranstaltung freuen durfte, wurden alle Laufteilnehmer von Wadood Bhatti willkommen geheißen. Wie er in seiner Ansprache deutlich machte, stelle die Ahmadiyya Muslim Jamaat mit ihren etwa 40 000 Mitgliedern eine der größten Gemeinden unter den organisierten Muslimen in Deutschland dar.

Liebe für alle, Hass für keinen

Die Gemeinde und ihre Unterorganisationen initiieren seit vielen Jahren aus ihrem Glauben heraus und entsprechend ihrem Motto „Liebe für alle, Hass für keinen“ Projekte und Aktivitäten, die das gesellschaftliche Miteinander fördern. Dazu gehören beispielsweise die bundesweit stattfindenden Müllsammelaktionen, Baumpflanzungen, interreligiöse Dialoge, Tage der offenen Moschee, Blutspendenaktionen und Sportveranstaltungen wie die Wohltätigkeitsläufe. Dabei sammeln sie Geld für örtliche Einrichtungen sowie für humanitäre und soziale Zwecke.

Nun organisierte die „Majlis Ansarullah“, die Unterorganisation für Männer über 40 Jahre, zum sechsten Mal in Folge einen Wohltätigkeitslauf in Eppelheim. Die Einnahmen aus Startgeld und Spenden gingen hauptsächlich an die „Psychologische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche“ in Eppelheim. Deren Leiter Heiko Böhler war mit dem Vorstandsteam des Trägervereins vor Ort. Die Einrichtung durfte sich über 80 Prozent des Erlöses freuen. „Wir sind sehr glücklich über die Spende. Das Geld wird zur Anschaffung von therapeutischen Materialien für unsere Kinder verwendet“, betonte Böhler. Die restlichen 20 Prozent wurden der internationalen Hilfsorganisation „Humanity First“ der Ahmadiyya Muslim Jamaat gespendet.

Das Startsignal für den Kinderlauf als auch für den Hauptlauf gab Bürgermeisterin Patricia Rebmann. Sie war auch nach den Zieleinläufen bei den Siegerehrungen dabei. Den Wohltätigkeitslauf unterstützte auch der erste stellvertretende Vorsitzende des Migrationsbeirates Heidelberg, Jaswinder Pal Rath. Er lobte den Charity Walk der Ahmadiyya-Gemeinde als gute Sache, weil durch den Sport das Miteinander von Religionen und Nationen gefördert werde.

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