Eppelheim

Tag der offenen Töpferei „Kunst in Ton“ öffnet Atelier und Werkstatt / Nicole Wessels stellt aus

Teller erinnern an Brigitte

Archivartikel

Eppelheim.Das Atelier mit Werkstatt von Keramikmeisterin Nicole Wessels bietet genug Platz, so dass auch in Zeiten von Corona die Kunst nicht zu kurz kommen muss. Beim „Tag der offenen Töpferei“ konnten Kunden und Kunstinteressierte bei „Kunst in Ton“ mit genügend Abstand zueinander die neuen Werkstücke und Kunstobjekte betrachten.

Im Atelier gab es viel zu entdecken. Ein frühlingshaft eingedeckter Tisch mit Gebrauchskeramik sowie allerhand alltags- und festtagstaugliche Geschirrservice in neuer Gestaltung zogen gleich die Blicke auf sich. Neue Farbtöne und Formen hat die Keramikmeisterin für ihre Geschirrserien entwickelt. Mit den „Brigitte-Tellern“ hat sie eine Tellerform mit sanfter Vertiefung entwickelt, die sowohl für Suppen, One-Pot-Gerichte als auch für Pasta geeignet sind. Den Namen Brigitte bekamen die Teller, weil die erste Kundin, die diese Teller bestellte, diesen Vornamen hatte.

Keramik zur Vorratshaltung

Bei Salat- und Müslischalen sowie größeren Deko-Objekten aus Keramik setzt Nicole Wessels neuerdings auf elegant geschwungene, ovale Formen. Brotaufbewahrungsbehältnisse hat Nicole Wessels auch in ihrem Programm. „Früher hat man überwiegend Keramik zur Vorratshaltung genutzt“, erklärte sie. Brot bleibt in diesen speziellen Brottöpfen länger frisch und schimmelt durch das eingearbeitete Belüftungssystem nicht. Backformen in verschiedenen Größen gehören genauso zu ihrem Sortiment wie formschöne Vasen. Bei den Glasuren dominieren bei Tellern, Tassen, Bechern, Butterdosen, Schalen und Etageren in diesem Frühjahr die Farben Türkis und Anthrazit. Den dunklen Farbton entwickelte die Eppelheimer Keramikkünstlerin vor 24 Jahren bei ihrer Meisterprüfung.

Neben der Gebrauchskeramik konnte man beim „Tag der offenen Töpferei“ auch die verschiedenen Skulpturen und Kunstinstallationen betrachten. Dazu gehörte auch ein Ensemble aus Buchstaben-Sitzhockern aus Ton. Das Kunst- und Nutzobjekt ist mit seinen aneinander gereihten Buchstaben ein echter Blickfang. Wer die Buchstaben zu Worten zusammenfügt, erhält den Satz „Es ruht noch manches im Schoß der Zeit, was geboren werden will“ aus William Shakespeares „Othello“. Im Werkstattbereich konnten die Besucher Geschirr bemalen, aber auch töpfern oder beim Schautöpfern an der Drehscheibe der Keramikmeisterin über die Schulter schauen.

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