Eppelheim

Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde Neujahrsempfang zeigt vielfältiges Engagement der Mitglieder / Sie wollen da sein für andere Menschen / Beitrag für eine bessere Welt

Türen öffnen und gemeinsam ins Gespräch kommen

Eppelheim.Der Islam steht für Frieden und Nächstenliebe und nicht für Angst und Terror. Das stellte Intsar Ahmad beim Neujahrsempfang der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde, der erst im Februar stattfand, klar. Die Gemeinde hatte in ihr Gebetszentrum in der Wernher-von-Braun-Straße eingeladen, um das Miteinander und den Austausch in der Stadt zu fördern und das vielfältige Engagement der Muslim-Gemeinde vorzustellen. Usman Ahmad, Vorsitzender der Eppelheimer Gemeinde, und der für die Region zuständige neue Imam Wadjih Uddin Chaudry konnten mit dem Besuch zufrieden sein.

Bürgermeisterin Patricia Rebmann gehörte ebenso zu den Gästen wie Vertreter des Gemeinderates und der Eppelheimer Organisationen sowie der Vorsitzende der Muslime in Baden, Amir Jamshed.

„Die Welt befindet sich in unruhigen Zeiten. An vielen Orten kämpfen Menschen für Frieden und Freiheit“, hob Intsar Ahmad hervor. „Die Menschen haben Angst vor dem Islam“, wusste er. Daher sei es der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde wichtig, ihre Türen zu öffnen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, Vorurteile abzubauen und zu zeigen, dass der Islam eine Religion der Liebe sei und nicht des Hasses. Jeder könne einen Beitrag für eine bessere Welt leisten, meinte er.

Für die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde seien Respekt, Toleranz, Solidarität, Achtung der Menschenwürde und Nächstenliebe wichtige Werte, an die sich jeder halten sollte. In einem Kurzfilm wurde das vielfältige Engagement der Muslime vorgestellt. Unter dem Motto „Da sein für die Menschen“ werden regelmäßig Altenheime besucht, um die Bewohner zu erfreuen, Armenspeisungen durchgeführt, Neujahrsputzaktionen organisiert, an Blutspendenaktionen teilgenommen, bundesweit Wohltätigkeitsläufe durchgeführt, um mit dem Erlös vor Ort sozial engagierte Organisationen oder Einrichtungen zu unterstützen, und regelmäßig die Bevölkerung in die Gebetszentren und Moscheen zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen, um Austausch, Kommunikation und Toleranz zu fördern.

Bürgermeisterin Patricia Rebmann schätzt das Engagement der Ahmadiyya-Muslime in der Stadt. Die Gemeinde beteilige sich mit eigenen Veranstaltungen sehr tatkräftig am Gemeindeleben. Der Dialog zwischen den beiden Religionen und Kulturen funktioniere sehr gut.

Das Schlusswort hatte der Imam der Gemeinde, Wadjih Uddin Chaudry. Mit Hoffnung und Frieden im Herzen und gutem Willen als Motivation könne jeder etwas in seinem Lebensumfeld zum Guten verändern, um ein friedliches und harmonisches Miteinander Wirklichkeit werden zu lassen.

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