Eppelheim

Technischer Ausschuss Radschnellverbindung zwischen Mannheim und Heidelberg vorgestellt / Eppelheim wird durch die Trassenführung nicht berührt

Unglaube moniert unglücklich gewählte Strecke

Eppelheim.Das Land Baden-Württemberg hat federführend drei Leuchtturmprojekte für Radschnellverbindungen übernommen. In der letzten Sitzung des Technischen Ausschusses informierte Tanith Braun vom Regierungspräsidium Karlsruhe über die Machbarkeitsstudie und die ausgewählte Vorzugsvariante, die jetzt geplant und umgesetzt werden soll.

Eppelheim wird allerdings durch die Trassenführung nicht berührt. Für die Radschnellverbindung zwischen Mannheim und Heidelberg entstehen der Stadt auch keine Kosten.

Von den Planern des Regierungspräsidiums waren drei Trassenverläufe detailliert untersucht worden. Die zwei Varianten nördlich des Neckars über Ladenburg und südlich des Neckars über Edingen-Neckarhausen waren als nahezu gleichwertig betrachtet worden, deshalb sei aus diesen beiden Varianten eine Kombivariante erarbeitet worden, führte die Vertreterin des Regierungspräsidiums aus. Die Kombivariante verläuft im Abschnitt Mannheim bis Ladenburg nördlich des Neckars, quert von Ladenburg aus den Neckar entlang der derzeit im Bau befindlichen L 597 in Richtung Seckenheim und führt weiter von Seckenheim über Edingen nach Heidelberg.

Maßgeblich bei der Entscheidung seien Verkehrskriterien wie Knotenpunkte und Einbindung im Gesamtnetz, Belange des Umweltschutzes sowie die Kosten für Strecke und Unterhaltung gewesen. Die Detailplanung mit Anregungen der Bürger soll bis Mitte 2020 abgeschlossen sein. Die Baugenehmigung der Planfeststellungsbehörde dürfte bis 2022 vorliegen, so dass der Radschnellweg bis 2025 realisiert werden könnte. Der Technische Ausschuss diskutierte kontrovers den ersten Planungsschritt. Renate Schmidt (SPD) sah eine gute Lösung: „Es ist wichtig, dass der Radverkehr ausgebaut wird.“ Christa Balling-Gündling (Grüne) betonte die ÖPNV-Anbindung des Radschnellwegs. Für Trudbert Orth (CDU) sollte auch die Vernetzung mitgeplant werden. Horst Fießer (CDU) erkannte Einschränkungen für andere Verkehrsteilnehmer, etwa beim landwirtschaftlichen Verkehr, „wenn Radfahrer so herausgehoben werden“.

Fraktionskollege Linus Wiegand stimmte ihm zu: „Wir sollten darauf achten, dass rechtzeitig alle Dinge eingebracht werden, wenn der Weg beschlossen ist, können wir nichts mehr machen.“ Sebastian Unglaube (Grüne) monierte eine „sehr unglücklich gewählte Trassenführung“. Hans-Günther Büssecker (SPD) wollte wissen, ob die Anbindungen an den Radschnellweg, etwa die Kurpfalzroute, auch „aufgepeppt“ würden. Tanith Braun antwortete: „Wir stellen nur die Anschlüsse her.“ vw

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